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Die Art des Fondsmanagements. Aktiv und Passiv – worin liegt der Unterschied?

Wie sollten Fondsanleger investieren, aktiv oder passiv?

Zunächst gilt: Für beide Ansätze gibt es gute Argumente und generell nicht den einen richtigen Weg. In Deutschland gibt es aktive Fonds seit 1950, Indexfonds sind seit 1998 am Markt und der Handel mit ETF (Exchange Traded Funds) startete im April 2000.

Worin unterscheiden sich aktiv und passiv gemanagte Fonds?

Grundsätzlich gilt: Ein Fonds ist ein Korb mit allerhand Wertpapieren. Bei aktiv gemanagten Fonds können Fondsmanager gezielt in einzelne Wertpapiere investieren. Passiv gemanagte Fonds (Indexfonds und ETF) folgen stur ihrem Index.

Wie unterscheiden sich die Kosten bei aktiven Fonds und ETF?

Aufgrund ihrer computergesteuerten Indexabbildung sind die Verwaltungsgebühren bei ETF günstiger als bei aktiven Fonds. Für die Rendite spielen vor allem die Kosten des Fondskaufs eine entscheidende Rolle. Denn gerade der Ausgabeaufschlag kürzt die Rendite des Fondsanlegers. Davon sind unsere Kunden aber nicht betroffen. Denn bei PROfinance erhalten Sie Ihre Fonds grundsätzlich ohne Ausgabeaufschlag.

Fazit:

Bei PROfinance sind beide Investmentansätze kostengünstig. Denn als Kunde von PROfinance zahlen Sie für Ihre Fonds keine Ausgabeaufschläge. Außerdem erhalten Sie den Großteil unserer Bestands- und Verwaltungsprovision ausgezahlt.

Aktiv gemanagte Fonds: Wie investieren Fondsmanager?

Fondsmanager treffen ihre Aktienauswahl nach unterschiedlichen Kriterien wie beispielsweise der Ebitda-Marge , dem KGV oder der Dividendenrendite . Natürlich nutzt ein Fondsmanager auch die Auswertungen eines Analystenteams, doch am Ende zählt sein menschliches Gespür für neue Chancen. Chancen, die er im Streben nach der positiven Wertentwicklung des Fonds ergreift. Außerdem können Fondsmanager – anders als bei Passivprodukten – in heiklen Börsenzeiten auch jederzeit aus dem Markt gehen, also Kasse machen und bessere Einstiegszeitpunkte abwarten.

Investmentkriterien kurz erklärt:

Was stellt die Ebitda-Marge dar?

Unternehmenskennzahl, die den Gewinn aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eines Konzerns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen darstellt. Die Ebitda-Marge wird in Prozent ausgedrückt und beschreibt die Profitabilität in einem bestimmten Zeitraum. Je höher die Prozentzahl, desto profitabler ist das Unternehmen. Die Ebitda-Marge stellt eine abgewandelte Form der Umsatzrentabilität dar, wodurch Aktiengesellschaften mit unterschiedlicher länder- und rechtsformabhängigen Steuerbelastung vergleichbar gemacht werden. Unternehmen mit einer Ebitda-Marge von über 25 % gelten als rentabel und wettbewerbsfähig.

Was sagt das KGV aus?

Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ist eine wichtige Unternehmenskennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft einer Aktiengesellschaft im Vergleich zu anderen. Als fundamentale Kennzahl zur Bewertung einer Aktie ist das KGV ein wichtiger Bestandteil der Fundamentalanalyse und gibt an, wie hoch der Preis pro Aktie im Verhältnis zum Gewinn pro Aktie ist. So lässt sich durch das KGV erkennen, ob eine Aktie zum aktuellen Börsenkurs als unterbewertet (günstig) oder als überbewertet (teuer) gilt. Aber auch die teuerste Aktie kann unter Umständen gerade ein lohnender Kauf sein. Trotzdem sollten selbst Qualitätsunternehmen nicht mehr als mit dem zwanzigfachen KGV bewertet sein, denn alles darüber gilt als teuer. Grundsätzlich gilt: Je niedriger das KGV einer Aktie ist, desto preisgünstiger erscheint sie auf den ersten Blick und umso höher stehen die Chancen, dass die Aktie in Zukunft steigt.

Was bedeutet Dividendenrendite?

Wenn Aktiengesellschaften Gewinne erwirtschaften, so wird in der Regel ein Teil dieses Gewinns als Dividende an die Aktionäre (Anleger) ausgeschüttet. Damit ist die Dividende der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, die gleichermaßen die Verzinsung des investierten Kapitals je Aktie in Prozent angibt. Im langjährigen Durchschnitt hat sich gezeigt, dass die Rendite von Aktien zu etwa zwei Dritteln aus Wertzuwächsen besteht und zu einem Drittel aus Dividenden. Aus diesem Grund ist sie vor allem für dividendenorientierte Fondsanleger eine kaufentscheidende Kennzahl. Die Dividendenrendite wird aber auch zum Vergleich verschiedener Aktien und Dividendenfonds von Fondsmanagern und Fondsanlegern herangezogen. Beispiel für die Berechnung einer Dividendenrendite: Liegt die Dividende bei 1 € und der Aktienkurs bei 20 €, so ergibt sich eine Dividendenrendite von 5 %.

Passiv gemanagte Fonds: Wie investieren Indexprodukte?

Indexprodukte (Indexfonds und ETF) setzen auf ein passives Management. Bei diesem Ansatz wird ein Index nachgebildet. Die Auswahl der Wertpapiere im Indexfonds oder im ETF steht im Grunde nach fest. Die Zusammensetzung des Fonds erfolgt also nicht auf Basis der Renditechancen einzelner Wertpapiere am Markt, sondern wird durch den entsprechenden Index vorgegeben.

Wie unterscheiden sich Indexfonds von ETF?

Ob Indexfonds oder ETF, beide Produktarten verfolgen das gleiche Anlageziel: Sie versuchen den zugrunde liegenden Index 1:1 nachzubilden. Doch innerhalb der Indexnachbilder gibt es Unterschiede, auch wenn beide Passivprodukte im Allgemeinen als Indexfonds bezeichnet werden. ETF (Exchange Traded Funds) werden vor allem an der Börse gehandelt und daher auch als börsengehandelte Indexfonds bezeichnet. Computer wählen automatisch jene Wertpapiertitel für den ETF aus, welche den entsprechenden Index so nah wie möglich nachbilden. Beim klassischen Indexfonds wird der Nettoinventarwert nur einmal täglich festgestellt, der vom Schlusskurs der im Index enthaltenen Wertpapiere abhängig ist. Hinzukommt, dass sich beim klassischen Indexfonds alle Wertpapiertitel tatsächlich im Fonds befinden.

Wie investiert ein ETF?

Bei der Indexnachbildung mit einem ETF gibt es zwei verschiedene Varianten: Der physisch replizierende ETF und der synthetisch replizierende ETF. Beim ETF mit einer direkten (physisch) Replikation kauft der Fonds sämtliche Wertpapiere des zugrunde liegenden Index und gewichtet diese 1:1 zum entsprechenden Börsenindex. Der ETF mit einer indirekten (synthetisch) Replikation hält hingegen nicht die Werte, die dem Index zugrunde liegen. Stattdessen werden Derivate (Tauschgeschäfte, englisch: “Swaps”) eingesetzt, um den Index abzubilden. Daher gibt es bei dieser Teilreplikation Abweichungen zum Index, den sogenannten Tracking Error. Die physische Nachbildung ist die aufwendigere Variante und kostet daher mehr Gebühren. Aufgrund ihrer Kompliziertheit ist die synthetische Nachbildung für Fondsanleger in der Regel nicht so einfach nachvollziehbar. Insofern muss man bei dieser Variante dem ETF-Herausgeber bei der ETF-Konstruktion vertrauen. Das Risiko, dass ein Swap-Partner insolvent wird und ausfällt, ist zwar vorhanden, dürfte aber in der Praxis kaum vorkommen.
Swap-basierter ETF oder physisch replizierender ETF – Worin liegt der Unterschied?

Beim Swap-basierten ETF können unterschiedliche Titel enthalten sein, wobei der Bestand mit einem anderen Kontrahenten geswapt (getauscht) wird. Zwar erhält der Anleger letztendlich den gewünschten Index, allerdings wird dies mit einem Kontrahentenrisiko erkauft. Wird der Swap-Partner insolvent, kann ein Teil des Geldes verloren gehen. Bei sogenannten physisch replizierenden ETF hingegen werden die Aktien, die im Index vertreten sind, direkt erworben.

Was bedeutet Tracking-Difference bei ETF?

ETF bilden die Wertentwicklung eines bestimmten Aktienmarkts in seiner Vollständigkeit ab. Zieht ein Index, wie zum Beispiel der DAX, um 3 % an, steigt auch der ETF, also zum Beispiel ein DAX-ETF, um 3 %. Sinkt der Index um 3 %, verliert auch der ETF 3 % seines Wertes. Das ist die Theorie des ETF-Prinzips, in der Realität müssen Anleger dennoch mit Abweichungen rechnen. Erfahrungsgemäß kann es kein ETF leisten, den Index zu 100 % abzubilden. Abweichungen können in ihrer Ausprägung stärker oder schwächer sein. In der Finanzsprache wird die Abweichung auch als Tracking-Difference bezeichnet.