Warum die Umstellung automatisch erfolgt, welche Depots betroffen sind und ob Anleger jetzt aktiv werden müssen
Viele Anleger mit einem bestehenden FFB Fondsdepot fragen sich aktuell, ob sie ihr Depot aktiv auf das neue FFB FondsdepotPlus umstellen müssen. Hintergrund ist die angekündigte Umstellung der FIL Fondsbank, die ab Juni 2026 schrittweise erfolgen soll.
Die wichtigste Information vorweg: Die Umstellung erfolgt grundsätzlich automatisch. Für betroffene Kunden besteht in der Regel kein aktiver Handlungsbedarf. Die FFB wird bestehende klassische Fondsdepots schrittweise auf das FondsdepotPlus umstellen und die betroffenen Kunden vorher informieren.
Trotzdem sorgt die Ankündigung bei vielen Anlegern für Unsicherheit. Häufige Fragen betreffen unter anderem die Auswirkungen auf bestehende Fonds, Sparpläne, VL-Depots, Kosten, Zugangsdaten und Vermittlerkonditionen.
Dieser Beitrag erklärt ausführlich, ob Anleger ihr FFB Fondsdepot selbst umstellen müssen, welche Änderungen tatsächlich relevant sind und worauf Kunden rund um FondsdepotPlus, Abwicklungskonto und bestehende Fondsanlagen achten sollten.
Warum stellt die FFB Fondsdepots überhaupt um?
Die FIL Fondsbank hat ihre Depotmodelle bereits vereinheitlicht und das FondsdepotPlus als neues Standarddepot definiert. Seit Juli 2025 können neue Depots nur noch als FondsdepotPlus eröffnet werden.
Mit der Umstellung sollen bestehende klassische Fondsdepots an das neue Standardmodell angepasst werden. Der wichtigste Unterschied besteht im angeschlossenen Abwicklungskonto, das zusätzliche Funktionen ermöglicht.
Die Umstellung verfolgt insbesondere diese Ziele:
- Vereinheitlichung der Depotmodelle
- Einführung des FondsdepotPlus als Standarddepot
- Nutzung eines Abwicklungskontos
- erweiterte Liquiditätslösungen
- technische Vereinfachung der Depotverwaltung
- zusätzliche Funktionen wie FestgeldPlus
Für Anleger bedeutet das vor allem: Das bisherige Fondsdepot erhält künftig zusätzliche Funktionen rund um Liquidität und Abwicklung.
Muss ich mein FFB Fondsdepot selbst umstellen?
Nein. Die Umstellung erfolgt nach Angaben der FFB automatisch. Kunden müssen grundsätzlich keinen Antrag stellen und keine aktive Zustimmung erteilen. Die FIL Fondsbank wird die Umstellung schrittweise durchführen. Betroffene Kunden werden vorab informiert.
Die wichtigsten Punkte zur Umstellung sind:
- keine aktive Umstellung erforderlich
- automatische Umstellung durch die FFB
- kein Antrag notwendig
- kein Depotübertrag erforderlich
- keine neue Depoteröffnung notwendig
- Kundeninformation vor der Umstellung
Für die meisten Anleger bedeutet das: Das bestehende Depot bleibt grundsätzlich erhalten und wird technisch auf das neue Modell umgestellt.
Ab wann beginnt die Umstellung auf FondsdepotPlus?
Die Umstellung startet laut FFB ab Juni 2026. Der gesamte Prozess soll bis Ende September 2026 abgeschlossen werden. Da die Umstellung schrittweise erfolgt, werden nicht alle Depots gleichzeitig angepasst.
| Zeitraum | Geplante Maßnahme | Wichtige Information |
|---|---|---|
| ab Juni 2026 | Start der Umstellung | schrittweise Umstellung bestehender Fondsdepots |
| Juni bis September 2026 | laufende Umstellungen | Kunden werden vorher informiert |
| bis Ende September 2026 | geplanter Abschluss | Umstellung soll vollständig abgeschlossen sein |
Anleger sollten deshalb regelmäßig ihr Online-Postfach prüfen, um rechtzeitig über die individuelle Umstellung informiert zu werden.
Wie informiert die FFB ihre Kunden?
Die FIL Fondsbank informiert betroffene Kunden jeweils etwa zwei Wochen vor der individuellen Umstellung. Die Mitteilung erfolgt über das Postfach. Falls zusätzlich ein postalischer Versand ausgewählt wurde, erhalten Kunden die Information zusätzlich per Post.
Die Kundeninformation umfasst insbesondere:
- Hinweis auf die bevorstehende Umstellung
- Zeitpunkt der Umstellung
- technische Informationen zum Depotmodell
- Hinweise zum Abwicklungskonto
- Informationen zu bestehenden Konditionen
Ein regelmäßiger Blick ins FFB-Postfach kann deshalb sinnvoll sein, damit wichtige Informationen nicht übersehen werden.
Welche Depots werden auf FondsdepotPlus umgestellt?
Die automatische Umstellung betrifft klassische Standarddepots bei der FFB. Nicht jedes Depotmodell wird jedoch angepasst. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Standarddepots, VL-Depots und Sondermodellen.
| Depotmodell | Umstellung auf FondsdepotPlus | Besonderheit |
|---|---|---|
| klassisches FFB Fondsdepot | ja | wird automatisch umgestellt |
| reines VL-Depot | ja | Konditionen bleiben bestehen |
| FFB FondsdepotJunior | nein | nicht betroffen |
| Sonderdepotmodelle | nein | von der Umstellung ausgeschlossen |
| bereits bestehendes FondsdepotPlus | nein | bereits aktuelles Standardmodell |
Anleger sollten deshalb zunächst prüfen, welches Depotmodell sie aktuell besitzen.
Bleiben meine Fonds und ETFs erhalten?
Ja. Die Umstellung betrifft das Depotmodell, nicht die bestehenden Fondsanlagen. Fonds, ETFs und Depotbestände bleiben grundsätzlich erhalten. Auch bestehende Sparpläne oder laufende Anlagen sollen weiterhin bestehen bleiben.
Durch die Umstellung ändern sich insbesondere nicht:
- bestehende Fondsbestände
- ETF-Positionen
- Sparpläne
- Auszahlpläne
- VL-Anlagen
- bisherige Fondspositionen
Die Umstellung ist damit in erster Linie eine technische Anpassung des Depotmodells und keine Veränderung der bestehenden Fondsanlagen.
Ändern sich meine Zugangsdaten oder mein Onlinezugang?
Die FFB hat bislang keine generelle Änderung bestehender Zugangsdaten angekündigt. Das bestehende Onlinebanking und Depotzugänge sollen grundsätzlich weiter genutzt werden können. Trotzdem kann es sinnvoll sein, die Informationen im Kundenanschreiben genau zu prüfen.
Wichtige Punkte sind dabei:
- bestehender Depotzugang
- Online-Postfach
- Depotübersicht
- Abwicklungskonto
- technische Hinweise der FFB
Sollten technische Änderungen erforderlich sein, informiert die FFB die betroffenen Kunden rechtzeitig.
Entstehen durch die Umstellung zusätzliche Kosten?
Nach Angaben der FFB entstehen durch die Umstellung auf das FondsdepotPlus keine zusätzlichen Kosten. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Depot insgesamt kostenfrei ist. Fondsbezogene Kosten und bestehende Depotentgelte bleiben weiterhin relevant.
Wichtig ist diese Unterscheidung:
- keine Zusatzkosten durch die Umstellung
- bestehende Depotentgelte bleiben bestehen
- laufende Fondskosten können weiterhin anfallen
- Ausgabeaufschläge hängen von den Fonds ab
- Vermittlerkonditionen bleiben wichtig
Gerade langfristige Fondsanleger sollten deshalb nicht nur die Umstellung betrachten, sondern generell ihre Depotkosten und Vermittlerkonditionen prüfen.
Was bringt das neue Abwicklungskonto?
Das angeschlossene Abwicklungskonto ist die wichtigste Neuerung des FondsdepotPlus. Es erweitert die Möglichkeiten rund um Fondsverwaltung und Liquidität. Dadurch können bestimmte Vorgänge einfacher und flexibler abgewickelt werden.
Das Abwicklungskonto ermöglicht insbesondere:
- effizientere Fondsumschichtungen
- einfachere Käufe und Verkäufe
- FestgeldPlus-Nutzung
- zusätzliche Liquiditätsfunktionen
- technische Vereinfachung bestimmter Abläufe
Das Abwicklungskonto dient dabei vor allem der technischen und organisatorischen Abwicklung, nicht der Verzinsung größerer Guthaben.
Kann ich der Umstellung widersprechen?
Die FFB führt die Umstellung als Anpassung des Depotmodells durch. Allgemeine Informationen zu einem möglichen Widerspruchsverfahren wurden bislang nicht umfassend veröffentlicht.
Anleger sollten deshalb die individuellen Mitteilungen der FFB genau prüfen und sich bei Unsicherheiten direkt an die Bank oder ihren Vermittler wenden.
Besonders relevant können dabei folgende Fragen sein:
- welches Depotmodell aktuell besteht
- welche Konditionen gelten
- welche Funktionen neu hinzukommen
- wie das Abwicklungskonto genutzt wird
- ob individuelle Sonderregelungen bestehen
Für die meisten Standarddepots ist aktuell jedoch eine automatische Umstellung vorgesehen.
Was passiert mit meinem Vermittler?
Die technische Umstellung auf FondsdepotPlus verändert nicht automatisch den bestehenden Vermittler. Bestehende Vermittlerzuordnungen bleiben grundsätzlich erhalten. Für viele Anleger kann die Umstellung dennoch ein sinnvoller Anlass sein, bestehende Vermittlerkonditionen zu überprüfen.
Besonders relevant sind dabei:
- Ausgabeaufschläge
- Cashback-Modelle
- Treueprämien
- laufende Vermittlerkosten
- Rabatte auf Fonds
Gerade selbstentscheidende Anleger prüfen deshalb häufig, ob ein Vermittlerwechsel ohne Depotübertrag sinnvoll sein kann.
Hat die Umstellung steuerliche Auswirkungen?
Die Umstellung betrifft das Depotmodell und stellt nach den bisher bekannten Informationen keinen Verkauf der Fonds oder ETFs dar. Dadurch entsteht grundsätzlich keine automatische Veräußerung bestehender Fondspositionen.
Wichtige Punkte sind dabei:
- keine automatische Fondsveräußerung
- bestehende Fonds bleiben erhalten
- Depotstruktur bleibt grundsätzlich bestehen
- technische Umstellung des Depotmodells
Individuelle steuerliche Fragen hängen dennoch immer von der persönlichen Situation ab.
Was sollten FFB-Kunden jetzt konkret tun?
Auch wenn grundsätzlich kein aktiver Handlungsbedarf besteht, kann die Umstellung ein guter Anlass sein, das eigene Depot genauer zu prüfen.
Besonders langfristige Fondsanleger sollten nicht nur die technische Umstellung betrachten, sondern auch Kosten, Fondsstruktur und Vermittlerkonditionen hinterfragen.
Sinnvoll kann insbesondere sein:
- FFB-Postfach regelmäßig prüfen
- Depotmodell kontrollieren
- Ausgabeaufschläge prüfen
- laufende Fondskosten vergleichen
- Cashback-Möglichkeiten prüfen
- bestehende Vermittlerkonditionen hinterfragen
Gerade bei langfristigen Fondsdepots können kleine Kostenunterschiede über viele Jahre hinweg relevant werden.
PROfinance für bestehende FFB-Anleger
Viele FFB-Kunden nutzen ihr Fondsdepot bereits seit Jahren und achten inzwischen stärker auf Ausgabeaufschläge, Bestandsprovisionen und langfristige Kosten.
Über PROfinance können bestehende FFB-Anleger ihr Depot häufig weiter nutzen und gleichzeitig von zusätzlichen Konditionsvorteilen profitieren.
- 0 % Ausgabeaufschlag bei allen Fonds
- Fonds-Cashback auf Bestandsprovisionen
- Treueprämien für Fondsbestände
- Bonusprogramm alleine oder im Team
- Vermittlerwechsel ohne Depotübertrag
- keine zusätzlichen Kosten für den Vermittlerwechsel
Das kann besonders für selbstentscheidende Anleger interessant sein, die ihr bestehendes FFB-Depot weiterhin nutzen möchten.
Tipp: Die Umstellung als Anlass für einen Depot-Check nutzen
Die automatische Umstellung auf das FondsdepotPlus ist nicht nur eine technische Änderung. Für viele Anleger ist sie ein sinnvoller Anlass, das gesamte Depot kritisch zu überprüfen.
Besonders wichtig sind dabei langfristige Kosten, Fondsstruktur, Ausgabeaufschläge und mögliche Cashback-Vorteile. Gerade bei größeren Fondsbeständen oder regelmäßigen Sparplänen können sich Unterschiede langfristig deutlich auswirken.
Wer seine Fondsentscheidungen selbst trifft, sollte deshalb prüfen, ob die bestehenden Konditionen weiterhin zur eigenen Strategie passen.
Fazit: Die meisten FFB-Kunden müssen nichts aktiv tun
Die Umstellung klassischer FFB Fondsdepots auf das FondsdepotPlus erfolgt ab Juni 2026 schrittweise und grundsätzlich automatisch. Für die meisten Kunden besteht kein aktiver Handlungsbedarf.
Bestehende Fonds, ETFs, Sparpläne und VL-Anlagen bleiben grundsätzlich erhalten. Die wichtigste Änderung ist das zusätzliche Abwicklungskonto, das neue Funktionen und mehr Flexibilität ermöglichen soll.
Auch wenn die Umstellung selbst keine zusätzlichen Kosten verursacht, kann sie für Anleger ein sinnvoller Anlass sein, Fondsstruktur, Ausgabeaufschläge, laufende Fondskosten und Vermittlerkonditionen genauer zu prüfen.
Gerade langfristige Fondsanleger sollten dabei nicht nur auf die technische Umstellung schauen, sondern die Gelegenheit nutzen, ihre Depotstrategie insgesamt zu überprüfen.
FAQ: Häufige Fragen zur Umstellung auf das FFB FondsdepotPlus
Muss ich mein FFB Fondsdepot selbst umstellen?
Nein. Die Umstellung erfolgt grundsätzlich automatisch durch die FFB. Für betroffene Kunden besteht in der Regel kein aktiver Handlungsbedarf.
Wann beginnt die Umstellung auf FondsdepotPlus?
Die Umstellung beginnt ab Juni 2026 und soll bis Ende September 2026 abgeschlossen werden.
Welche Depots werden umgestellt?
Betroffen sind klassische Standarddepots sowie reine VL-Depots. Sonderdepotmodelle wie das FondsdepotJunior sind von der Umstellung ausgeschlossen.
Bleiben meine Fonds und ETFs erhalten?
Ja. Bestehende Fonds, ETFs, Sparpläne und Depotbestände bleiben grundsätzlich erhalten. Die Umstellung betrifft das Depotmodell, nicht die Fondsanlagen selbst.
Entstehen durch die Umstellung zusätzliche Kosten?
Nach Angaben der FFB entstehen durch die Umstellung keine zusätzlichen Kosten. Fondsbezogene Kosten und bestehende Depotgebühren bleiben davon unabhängig relevant.
Was ist das neue Abwicklungskonto?
Das Abwicklungskonto ist die wichtigste Neuerung des FondsdepotPlus. Es ermöglicht zusätzliche Funktionen rund um Liquidität, Festgeld und die technische Abwicklung von Depotvorgängen.
Muss ich neue Zugangsdaten anlegen?
Nach den bisher bekannten Informationen sollen bestehende Onlinezugänge grundsätzlich weiter genutzt werden können. Kunden sollten dennoch die individuellen Informationen der FFB prüfen.
Kann ich der Umstellung widersprechen?
Die FFB führt die Umstellung als Anpassung des Depotmodells durch. Anleger sollten die individuellen Mitteilungen der Bank genau prüfen und sich bei Fragen direkt an die FFB oder ihren Vermittler wenden.
Ändert sich mein Vermittler automatisch?
Nein. Die technische Umstellung verändert nicht automatisch den bestehenden Vermittler. Bestehende Vermittlerzuordnungen bleiben grundsätzlich erhalten.
Hat die Umstellung steuerliche Auswirkungen?
Die Umstellung betrifft das Depotmodell und stellt nach den bisher bekannten Informationen keine automatische Veräußerung der Fonds dar.
Warum prüfen viele Anleger jetzt ihre Vermittlerkonditionen?
Die Umstellung ist für viele Anleger ein sinnvoller Anlass, Ausgabeaufschläge, Cashback-Möglichkeiten und laufende Fonds-Konditionen zu überprüfen.