42 Depots im Kostenvergleich: Warum 0 % Ausgabeaufschlag und Fonds-Cashback für Fondsanleger zusätzlich zählen
Ein günstiges Depot kann Ihnen jedes Jahr viel Geld sparen. Doch wenn Sie Investmentfonds besitzen, reicht der Blick auf Depotgebühren und Orderpreise allein nicht aus. Auch der Ausgabeaufschlag beim Fondskauf und die Möglichkeit, laufende Bestandsprovisionen zurückzuerhalten, können einen erheblichen Unterschied machen. Genau diese zweite Kostenebene sollten Sie kennen, bevor Sie sich für ein Depot oder einen neuen Vermittler entscheiden.
Was zeigt der Depot-Vergleich der Stiftung Warentest vom Oktober 2026?
Die Stiftung Warentest hat am 14. Oktober 2026 ihren Beitrag „Depot-Vergleich: So viel kostet Sie Ihr Broker“ veröffentlicht. Untersucht wurden 42 Depotangebote aus dem Umfeld von Direktbanken, Online- und Neobrokern sowie Filialbanken. Die Redaktion berechnet anhand von vier Modellfällen mit Depotgrößen von 12.000 bis 150.000 Euro, wie stark Verwahr- und Orderkosten je nach Anbieter und Anlageverhalten auseinandergehen.
Nach den veröffentlichten Angaben kann der Unterschied zwischen dem teuersten und den günstigsten Angeboten bei den untersuchten Modellfällen mehr als 800 Euro im Jahr betragen. Einige Angebote verursachen in den betrachteten Fällen keine Depot- und Orderkosten. Das ist eine wichtige Erkenntnis: Wer hohe Gebühren bezahlt, sollte sie nicht einfach als unvermeidlich hinnehmen.
Den vollständigen Test und die kostenpflichtigen Detailergebnisse finden Sie bei Stiftung Warentest: Depotkosten im Vergleich sowie in der Ergebnistabelle zu den 42 Depots.
Welche Kosten vergleicht Stiftung Warentest – und was sollten Fondsanleger zusätzlich beachten?
Der Test ist vor allem hilfreich, wenn Sie wissen möchten, wie teuer Verwahrung, Wertpapierorders und Sparpläne bei unterschiedlichen Banken und Brokern sind. Für Anleger mit klassischen Investmentfonds kommt jedoch eine weitere Frage hinzu: Zu welchen Konditionen kaufen und halten Sie Ihre Fonds?
| Kostenebene | Warum sie wichtig ist | Was Sie vergleichen sollten |
|---|---|---|
| Depot- und Verwahrgebühren | Regelmäßige Kosten der depotführenden Bank | Jahresgebühr, Mindestentgelt und mögliche Bedingungen |
| Order- und Sparplankosten | Entgelte für Käufe, Verkäufe und Sparplanausführungen | Preis pro Auftrag, prozentuale Entgelte und Mindestkosten |
| Ausgabeaufschlag | Einmalige Kaufkosten insbesondere bei bestimmten Investmentfonds | Ob für Ihre Fonds 0 % Ausgabeaufschlag gelten |
| Laufende Fondskosten | Kosten innerhalb des Fonds, die die Wertentwicklung belasten | Fondsdokumente, Anteilklasse und Gesamtkosten |
| Bestandsprovision und Fonds-Cashback | Bei entsprechenden Fonds enthaltene Vertriebsvergütung, die teilweise zurückfließen kann | Ob und in welcher Höhe eine jährliche Rückvergütung erfolgt |
Wichtig: Ein Depot ohne Kontoführungsgebühr ist nicht automatisch die günstigste Lösung für jeden Fondsanleger. Umgekehrt bedeutet eine geringe Depotgebühr nicht, dass alle übrigen Kosten entfallen. Entscheidend ist die Gesamtrechnung für Ihre tatsächlichen Fonds und Transaktionen.
Warum fehlen Fondsvermittler als eigene Vergleichskategorie?
Der aktuelle Vergleich ordnet seine untersuchten Angebote nach Banken und Brokern. Ein Fondsvermittler ist jedoch nicht dasselbe wie eine depotführende Bank. Er kann Kunden an eine Depotbank vermitteln und für bestimmte Fonds besondere Kauf- und Rückvergütungskonditionen anbieten. Das Depot selbst wird weiterhin bei der jeweiligen Bank geführt.
Deshalb lässt sich aus der Tabelle nicht unmittelbar ablesen, wie sich ein Angebot mit 0 % Ausgabeaufschlag und jährlichem Fonds-Cashback gegenüber einer Direktbank oder einem Neobroker wirtschaftlich auswirkt. Es wäre allerdings falsch zu behaupten, Fondsdepots seien im Test generell nicht berücksichtigt: In den veröffentlichten Kommentaren werden beispielsweise FNZ-/ebase- und finvesto-Angebote diskutiert. Die zusätzliche Vermittler- und Cashback-Ebene ist der entscheidende Unterschied.
Für Anleger, die überwiegend Einzelaktien oder börsengehandelte ETFs kaufen, können andere Kostenpunkte ausschlaggebend sein als für jemanden, der langfristig aktiv gemanagte Fonds hält. Ein fairer Vergleich beginnt daher mit Ihrem eigenen Anlageverhalten.
0 % Ausgabeaufschlag: Wie viel lässt sich beim Fondskauf sparen?
Ein Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Kaufkostenposition, die bei bestimmten Fonds anfallen kann. Wie hoch er ausfällt, hängt vom Fonds und den konkreten Kaufkonditionen ab. Bei PROfinance kaufen Sie entsprechend rabattfähige Fonds mit 0 % Ausgabeaufschlag. Das ist keine Senkung der bankseitigen Depotgebühr, sondern eine Verbesserung der Kaufkonditionen.
Ein vereinfachtes Rechenbeispiel verdeutlicht die Größenordnung: Wenn bei einem Fondskauf von 20.000 Euro ein Ausgabeaufschlag von 5 % auf den Anlagebetrag berechnet würde, entspräche das 1.000 Euro Kaufkosten. Bei 0 % Ausgabeaufschlag entfällt diese Position. Die genaue Berechnung kann je nach Preisstellung des Fonds abweichen; das Beispiel ist kein Angebot für einen bestimmten Fonds.
Besonders bei größeren Einmalanlagen oder wiederkehrenden Fondskäufen lohnt es sich deshalb, nicht nur den Brokerpreis pro Order, sondern auch die Konditionen für Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu vergleichen.
Fonds-Cashback: Warum auch nach dem Kauf noch Kostenpotenzial besteht
Bei manchen Investmentfonds ist in den laufenden Fondskosten eine Bestandsprovision enthalten, die an den Vertrieb fließt. Fonds-Cashback bedeutet, dass ein Teil dieser vorhandenen Vergütung an den Anleger zurückgegeben wird. Es handelt sich dabei nicht um eine garantierte Fondsrendite und auch nicht um eine pauschale Senkung der ausgewiesenen Fondskostenquote.
Bei PROfinance gibt es für cashbackfähige Fonds eine jährliche Fonds-Cashback-Treueprämie. Das Bonusprogramm kann die Rückvergütung abhängig vom anrechenbaren Fondsvolumen erhöhen. Nach den vorliegenden PROfinance-Angaben beginnt die zusätzliche Bonusstaffel ab 50.000 Euro anrechenbarem Fondsvolumen; in der höchsten Stufe ab 500.000 Euro, allein oder im Team, können bis zu 99 % der Bestandsprovision zurückfließen. Diese Prozentsätze beziehen sich ausdrücklich auf die Bestandsprovision, nicht auf das gesamte Fondsvermögen oder die gesamten laufenden Fondskosten.
Ob ein konkreter Fonds cashbackfähig ist und welcher Betrag entsteht, hängt unter anderem von Fonds, Anteilklasse, vorhandener Bestandsprovision und den geltenden Teilnahmebedingungen ab. Mehr zu den Staffelungen finden Sie beim Bonusprogramm.
Rechenbeispiel: Warum Depotgebühr, Ausgabeaufschlag und Cashback zusammengehören
Stellen Sie sich vor, Sie investieren 50.000 Euro in geeignete Investmentfonds und behalten diese mehrere Jahre. Für Ihre Entscheidung sind nicht nur die jährlichen Depotkosten wichtig. Hinzu kommen mögliche einmalige Kaufkosten und die Frage, ob ein Teil der laufenden Vertriebsvergütung an Sie zurückfließt.
| Beispielposition | Ohne entsprechende Sonderkonditionen | Mit passenden Fondsvermittler-Konditionen |
|---|---|---|
| Ausgabeaufschlag beim Kauf | Kann anfallen, abhängig von Fonds und Anbieter | 0 % bei entsprechend rabattfähigen Fonds |
| Jährliche Depotgebühr | Nach Preisverzeichnis der Depotbank | Nach Preisverzeichnis und Konditionen der Depotbank |
| Jährliche Cashback-Rückvergütung | Keine, sofern der Anbieter nichts zurückvergütet | Bei cashbackfähigen Fonds nach Treueprämien- und Bonusbedingungen |
| Laufende Kosten des Fonds | Weiterhin im Fonds enthalten | Weiterhin im Fonds enthalten; Cashback wirkt wirtschaftlich separat |
Das Beispiel zeigt bewusst keine pauschale Gesamtersparnis. Dafür müssten Ihre konkreten Fonds, Anteilklassen, Depotbankentgelte und Transaktionen bekannt sein. Die günstigste Lösung lässt sich nicht allein aus einem Werbepreis oder einer Depotgebühr ableiten.
Warum PROfinance für kostenbewusste Fondsanleger interessant ist
Wenn Sie nach dem Depot-Vergleich der Stiftung Warentest Ihre Kosten senken möchten, sollten Sie zunächst klären, welche Wertpapiere Sie tatsächlich besitzen. Für Anleger mit klassischen Investmentfonds kann neben einer günstigen Depotbank vor allem die Vermittlerzuordnung wirtschaftlich relevant sein. Bei PROfinance treffen Sie Ihre Anlageentscheidungen selbst; die Depotführung übernimmt die jeweilige Partnerbank, während PROfinance die Vermittlung und die Fondskonditionen begleitet.
- 0 % Ausgabeaufschlag – entsprechend rabattfähige Fonds ohne diese einmalige Kaufkostenposition erwerben.
- Jährliches Fonds-Cashback – bei cashbackfähigen Fonds Rückvergütungen aus vorhandenen Bestandsprovisionen erhalten.
- Bonusprogramm – bei Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen zusätzliche Prämien und höhere Rückvergütungsstufen nutzen.
- Fonds-Check mit ISIN oder WKN – die Konditionen für Ihre konkreten Fonds statt pauschaler Modellwerte ansehen.
- Persönlicher Support – Unterstützung bei organisatorischen Fragen rund um Depot und Vermittlerwechsel erhalten.
Wenn Sie bereits ein Depot bei einer unterstützten Depotbank besitzen, kann ein reiner Betreuer- beziehungsweise Vermittlerwechsel ausreichen. Bei diesem Vorgang bleibt die Depotbank unverändert; es ist kein Verkauf Ihrer Fonds allein wegen des Vermittlerwechsels nötig. Welche Möglichkeiten für Ihre konkrete Depotkonstellation bestehen, lässt sich anhand der Depotbank und Ihrer Fonds klären.
PROfinance ist dabei keine zusätzliche Depotbank und ersetzt keine individuelle Anlageberatung. Gerade deshalb sollten Sie die Leistungen nicht mit einem Neobroker gleichsetzen: Das Modell richtet sich an Selbstentscheider, die ihre Fonds eigenständig auswählen und bei Kaufkonditionen und Rückvergütungen sparen möchten.
Für wen ist ein günstiger Neobroker sinnvoll – und für wen ein Fondsvermittler?
Die Antwort hängt nicht von einem pauschalen Sieger ab, sondern davon, was Sie handeln und welche Leistungen Sie benötigen.
- Sie handeln überwiegend Einzelaktien oder ETFs über die Börse: Vergleichen Sie Orderpreise, Handelsplätze, Spreads, Sparplanbedingungen und Verwahrentgelte. Hier können günstige Broker besonders interessant sein.
- Sie kaufen aktiv gemanagte Investmentfonds: Vergleichen Sie zusätzlich Ausgabeaufschläge, verfügbare Anteilklassen und mögliche Cashback-Rückvergütungen.
- Sie besitzen bereits größere Fondsbestände: Neben den künftigen Kaufkosten kann die jährliche Rückvergütung vorhandener Bestandsprovisionen ins Gewicht fallen.
- Sie möchten Ihre Depotbank behalten: Klären Sie, ob eine bessere Vermittlerzuordnung möglich ist, statt automatisch einen Depotübertrag einzuleiten.
Ein Fondsvermittler ist deshalb kein pauschaler Ersatz für jeden Broker. Er kann aber eine Kostenoption eröffnen, die in einem reinen Vergleich von Depot- und Ordergebühren leicht übersehen wird.
So vergleichen Sie Ihre tatsächlichen Depot- und Fondskosten
Bevor Sie ein Depot wechseln oder neu eröffnen, lohnt sich ein kurzer Abgleich Ihrer Unterlagen. Dabei hilft diese Reihenfolge:
- Depotkosten feststellen: Jahresgebühren und gegebenenfalls Mindestentgelte aus dem Preisverzeichnis entnehmen.
- Transaktionen berücksichtigen: Ihre typischen Käufe, Verkäufe und Sparpläne mit den tatsächlichen Entgelten bewerten.
- Fondskäufe ansehen: Für jeden relevanten Fonds feststellen, ob und in welcher Höhe Ausgabeaufschläge berechnet werden.
- Bestandsprovisionen und Cashback klären: Anhand der ISIN oder WKN ermitteln, ob Ihre Fonds für eine Rückvergütung infrage kommen.
- Gesamtrechnung vergleichen: Einmalige Kaufkosten, jährliche Depot- und Transaktionskosten sowie mögliche Rückvergütungen getrennt erfassen.
So vergleichen Sie nicht nur zwei Preislisten, sondern die Kosten, die bei Ihrer persönlichen Anlagestruktur tatsächlich entstehen.
Fazit: Depotkosten sparen heißt auch Fondskonditionen vergleichen
Der aktuelle Depot-Vergleich der Stiftung Warentest macht deutlich, wie groß die Unterschiede bei Verwahr- und Orderkosten sein können. Das ist ein guter Anlass, das eigene Depot nicht einfach unverändert weiterlaufen zu lassen. Für Anleger mit Investmentfonds ist die Rechnung aber erst vollständig, wenn Ausgabeaufschläge und mögliche Fonds-Cashback-Rückvergütungen berücksichtigt werden.
Sie müssen sich deshalb nicht vorschnell zwischen einer Direktbank und einem Neobroker entscheiden. Sehen Sie zunächst nach, welche Wertpapiere Sie halten, wie hoch Ihre tatsächlichen Gebühren sind und welche Kauf- und Cashback-Konditionen für Ihre Fonds gelten. Über einen passenden Fondsvermittler können Sie bei rabattfähigen Fonds 0 % Ausgabeaufschlag nutzen und bei cashbackfähigen Fonds jährliche Rückvergütungen erhalten – zusätzlich zu den Konditionen der depotführenden Bank.
Häufige Fragen zum Depotkosten-Vergleich und Fonds-Cashback
Was hat Stiftung Warentest im Depot-Vergleich 2026 untersucht?
Die Stiftung Warentest hat 42 Depotangebote von Direkt- und Filialbanken sowie Online- und Neobrokern untersucht. Der am 14. Oktober 2026 veröffentlichte Vergleich betrachtet unter anderem Verwahrkosten, Orders und Sparpläne. Vier Modellfälle mit Depotgrößen von 12.000 bis 150.000 Euro zeigen, wie unterschiedlich die Kosten ausfallen können. Die individuellen Ergebnisse und der Rechner sind teilweise kostenpflichtig.
Kann ich mit einem Depotwechsel wirklich mehrere Hundert Euro sparen?
Ja, bei den untersuchten Modellfällen liegen zwischen dem teuersten und den günstigsten Angeboten nach Angaben der Stiftung Warentest mehr als 800 Euro jährlicher Kostenunterschied. Daraus folgt aber nicht, dass jeder Anleger diesen Betrag spart. Ihre tatsächliche Ersparnis hängt von Depotvolumen, Anzahl und Art Ihrer Transaktionen sowie den Preisbedingungen des jeweiligen Anbieters ab.
Hat Stiftung Warentest Fondsvermittler wie PROfinance getestet?
Der veröffentlichte Vergleich ist nach Bank- und Brokerangeboten aufgebaut. Fondsvermittler mit speziellen Ausgabeaufschlags- und Cashback-Konditionen werden darin nicht als eigene Vergleichskategorie ausgewiesen. Daraus sollte man nicht schließen, dass sämtliche Fondsdepots fehlen: Auch FNZ-/ebase- und finvesto-Angebote werden in den öffentlich sichtbaren Leserkommentaren thematisiert. Die Vermittlerkonditionen bilden jedoch eine zusätzliche Ebene, die Fondsanleger separat vergleichen sollten.
Was ist wichtiger: keine Depotgebühr oder 0 % Ausgabeaufschlag?
Das hängt von Ihrem Anlageverhalten ab. Bei häufigen Fondskäufen oder einer größeren Einmalanlage kann ein vermiedener Ausgabeaufschlag einen erheblichen Unterschied machen. Wenn Sie dagegen überwiegend börsengehandelte ETFs oder Einzelaktien handeln, können Orderkosten und Spreads wichtiger sein. Ein sinnvoller Vergleich berücksichtigt daher sowohl die Depot- und Transaktionsentgelte als auch die konkreten Kaufkonditionen Ihrer Wertpapiere.
Bekomme ich bei PROfinance Fonds ohne Ausgabeaufschlag?
Bei PROfinance gelten für entsprechend rabattfähige Investmentfonds 0 % Ausgabeaufschlag. Ob diese Kondition für einen bestimmten Fonds und eine bestimmte Anteilklasse verfügbar ist, können Sie über den Fonds-Check anhand der ISIN oder WKN feststellen. Die Kondition betrifft die Kaufkosten des Fonds und bedeutet nicht, dass die depotführende Bank keine Gebühren berechnet oder dass der Fonds selbst keine laufenden Kosten hat.
Was bedeutet bis zu 99 % Fonds-Cashback?
Die Angabe bezieht sich auf die Rückvergütung von bis zu 99 % einer vorhandenen Bestandsprovision in der höchsten Bonusstufe, nicht auf 99 % Ihres Fondsvermögens oder der gesamten Fondskosten. Ob und in welcher Höhe Cashback ausgezahlt wird, hängt von der Cashbackfähigkeit des Fonds, seiner Anteilklasse, dem anrechenbaren Fondsvolumen und den jeweils geltenden Bedingungen ab. Eine jährliche Rückvergütung ist von der Wertentwicklung des Fonds zu unterscheiden.
Sind Neobroker immer günstiger als Fondsvermittler?
Nein, einen pauschalen Sieger gibt es nicht. Neobroker können bei Depot- und Ordergebühren sehr günstig sein, während Fondsvermittler für bestimmte Investmentfonds besondere Kaufkonditionen und jährliche Rückvergütungen anbieten. Entscheidend ist, welche Wertpapiere Sie halten, wie oft Sie handeln und welche Kostenpositionen tatsächlich anfallen. Ein Depotvergleich für Aktien und ETFs beantwortet nicht automatisch alle Fragen eines langfristigen Fondsanlegers.
Muss ich mein bestehendes Depot wechseln, um Fondskosten zu sparen?
Nicht zwingend. Wenn Ihre Depotbank mit dem gewünschten Fondsvermittler zusammenarbeitet und Ihre Depotkonstellation einen reinen Vermittlerwechsel zulässt, kann die Bank unverändert bleiben. Bei einem solchen Wechsel müssen Ihre Fonds nicht allein deshalb verkauft oder auf eine andere Bank übertragen werden. Welche Konditionen anschließend gelten, hängt von den konkreten Fonds und den Vereinbarungen mit der Depotbank und dem Vermittler ab.
Ist Fonds-Cashback dasselbe wie eine niedrigere TER?
Nein. Die TER beziehungsweise laufende Kostenquote beschreibt bestimmte Kosten, die innerhalb des Fonds anfallen. Fonds-Cashback ist dagegen eine separate Rückvergütung aus einer vorhandenen Bestandsprovision, soweit diese für den Fonds und die Anteilklasse vorgesehen ist. Die ausgewiesene Kostenquote wird dadurch nicht automatisch geändert, aber die wirtschaftliche Nettobelastung des Anlegers kann sinken.
Wie finde ich heraus, welche Fondskosten ich tatsächlich sparen kann?
Notieren Sie zunächst die ISIN oder WKN Ihrer Fonds und sehen Sie sich die Kosteninformationen Ihres Depots an. Vergleichen Sie Depotgebühr, Orderentgelte und Ausgabeaufschläge getrennt von den laufenden Fondskosten. Anschließend können Sie über den Fonds-Check feststellen, welche Kaufkonditionen und Cashback-Möglichkeiten für Ihre Fonds angeboten werden. Erst die Kombination dieser Angaben erlaubt eine nachvollziehbare persönliche Kostenrechnung.