VL-Sparplan bei comdirect einrichten: VL-FondsDepot, Förderung und Kosten einfach erklärt

Video-Thumbnail: comdirect-Depotvorteile bei PROfinance – alle Vorteile des Vermittlerwechsels im Überblick, inklusive Rückvergütung und 0 % Ausgabeaufschlag

Was ein VL-FondsDepot ist, wie vermögenswirksame Leistungen funktionieren und worauf Anleger bei comdirect, FNZ Bank und Alternativen achten sollten

Ein VL-Sparplan bei comdirect richtet sich an Arbeitnehmer, die ihre vermögenswirksamen Leistungen nicht ungenutzt lassen möchten. Statt die mögliche Arbeitgeberleistung verfallen zu lassen, kann sie in einen förderfähigen VL-Vertrag fließen – zum Beispiel in ein VL-FondsDepot. Dadurch wird aus einer monatlichen Zusatzleistung des Arbeitgebers ein strukturierter Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau.

Typische Fragen lauten dabei: „Wie richte ich einen VL-Sparplan bei comdirect ein?“, „Was ist ein VL-FondsDepot?“, „Was kostet ein VL-Fondsdepot bei comdirect?“ oder „Welche Förderung gibt es beim VL-Fondssparen?“. Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Punkte ausführlich und ordnet ein, worauf Anleger bei Kosten, Förderung, Laufzeit, Fonds- bzw. ETF-Auswahl und Alternativen achten sollten.

Was sind vermögenswirksame Leistungen?

Vermögenswirksame Leistungen, kurz VL oder VwL, sind Geldleistungen des Arbeitgebers, die zusätzlich zum Arbeitslohn gezahlt werden können. Ob und in welcher Höhe VL gezahlt werden, ergibt sich meist aus Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung. Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf VL gibt es nicht, dennoch bieten viele Arbeitgeber entsprechende Leistungen an.

Das Grundprinzip ist einfach: Der Arbeitgeber überweist den VL-Betrag nicht auf das normale Girokonto des Arbeitnehmers, sondern direkt in einen dafür vorgesehenen Vertrag. Das kann zum Beispiel ein Bausparvertrag, ein Banksparplan, die Tilgung eines Immobilienkredits oder ein VL-Fondssparplan sein.

Für Anleger sind dabei vor allem diese Punkte wichtig:

  • VL sind Arbeitgeberleistungen, die zusätzlich zum Gehalt gezahlt werden können
  • Die Zahlung erfolgt direkt in einen VL-Vertrag
  • Je nach Anlageform kann eine staatliche Förderung möglich sein
  • Beim VL-Fondssparen bestehen Renditechancen und Verlustrisiken

Gerade weil VL häufig kleine monatliche Beträge sind, werden sie unterschätzt. Über mehrere Jahre können sie jedoch einen sinnvollen Grundstock für den Vermögensaufbau bilden – insbesondere dann, wenn zusätzlich Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage besteht.

Was ist ein VL-FondsDepot?

Ein VL-FondsDepot ist ein spezielles Depot für vermögenswirksame Leistungen, bei dem die Einzahlungen in Fonds oder ETFs investiert werden. Anders als bei einem normalen Fondssparplan handelt es sich um einen Vertrag, der speziell für VL-Zahlungen vorgesehen ist. Die Einzahlungen kommen dabei grundsätzlich über den Arbeitgeber.

Beim comdirect VL-FondsDepot ist wichtig: Das Depot wird laut bereitgestelltem Input bei der FNZ Bank geführt. comdirect tritt dabei als Anlagevermittler auf. Für Anleger bedeutet das, dass Antragstellung und Zugang über comdirect angestoßen werden können, die Depotführung selbst jedoch über die FNZ Bank erfolgt.

Ein VL-FondsDepot zeichnet sich typischerweise durch folgende Merkmale aus:

  • Es dient der Anlage von vermögenswirksamen Leistungen
  • Die Einzahlungen erfolgen über den Arbeitgeber
  • Das Kapital wird in VL-fähige Fonds oder ETFs investiert
  • Bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen kann Arbeitnehmersparzulage möglich sein
  • Die Laufzeit ist in der Praxis auf eine mehrjährige Ansparphase ausgerichtet

Ein VL-FondsDepot ist damit nicht einfach ein normales Depot mit anderem Namen. Es ist auf eine bestimmte Förderlogik und auf die Abwicklung vermögenswirksamer Leistungen ausgerichtet.

Wie funktioniert der VL-Sparplan bei comdirect?

Das comdirect VL-FondsDepot wird in Kooperation mit der FNZ Bank angeboten. Laut Input können Anleger über dieses Modell vermögenswirksame Leistungen in Fonds oder ETFs investieren und dabei aus einer umfangreichen Wertpapierauswahl wählen. Nach der Einrichtung erhält der Anleger von der FNZ Bank die Begrüßungsunterlagen sowie ein Schreiben für den Arbeitgeber mit Bankverbindung und Vertragsnummer.

Der Ablauf ist in der Praxis klar strukturiert. Zunächst wird das VL-FondsDepot eröffnet, anschließend wird ein geeigneter VL-fähiger Fonds oder ETF ausgewählt. Danach überweist der Arbeitgeber die vermögenswirksamen Leistungen regelmäßig in den Vertrag.

Die wichtigsten Schritte sind:

  1. VL-FondsDepot eröffnen
  2. VL-fähigen Fonds oder ETF auswählen
  3. Antrag online ausfüllen
  4. Legitimation durchführen
  5. Arbeitgeberunterlagen weitergeben
  6. VL-Zahlungen über den Arbeitgeber starten lassen

Wichtig ist dabei: Laut bereitgestelltem Input ist die Antragstellung für das VL-FondsDepot bei comdirect nur für comdirect Kunden möglich, da die Eröffnung ausschließlich online erfolgt.

Welche Auswahl gibt es beim comdirect VL-FondsDepot?

Nach dem bereitgestellten Input stehen beim VL-FondsDepot über den Partner FNZ Bank mehr als 1.300 Fonds und 700 ETFs zur Auswahl. An anderer Stelle im Input wird im comdirect Magazin von mehr als 1.000 Fonds und 500 ETFs gesprochen. Maßgeblich sind deshalb immer die aktuell im Eröffnungsprozess und in der Fondsauswahl angezeigten Werte.

Für Anleger ist diese Auswahl relevant, weil nicht jeder Fonds oder ETF automatisch VL-fähig ist. VL-fähige Fonds müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Im Input wird außerdem erläutert, dass für die VL-Anlage ein Aktienanteil von mindestens 60 % erforderlich sein kann.

Bei der Auswahl sollten Anleger besonders prüfen:

  • ob der Fonds oder ETF VL-fähig ist
  • welche Anlageklasse genutzt wird
  • wie hoch die Kosten sind
  • welche Risiken und Schwankungen bestehen
  • ob die Strategie zum eigenen Anlagehorizont passt

Gerade bei VL-Verträgen ist die Fondsauswahl besonders wichtig, weil ein Fondswechsel während der Laufzeit laut Input nicht möglich ist. Wer wechseln möchte, kann den alten Fonds ruhen lassen und einen neuen Vertrag mit einem anderen Fonds beginnen.

Welche Förderung gibt es beim VL-Fondssparen?

Ein zentraler Vorteil des VL-Fondssparens ist die mögliche staatliche Förderung über die Arbeitnehmersparzulage. Laut Input kann der Staat Einzahlungen in einen Aktienfonds mit bis zu 20 % fördern, bezogen auf VL-Einzahlungen von maximal 400 Euro pro Jahr. Daraus ergibt sich eine maximale Förderung von 80 Euro pro Jahr.

Die Förderung hängt jedoch von Voraussetzungen ab. Insbesondere muss das zu versteuernde Einkommen unterhalb bestimmter Grenzen liegen. Im bereitgestellten Input werden dafür 40.000 Euro für Ledige und 80.000 Euro für Ehepaare genannt.

Die wichtigsten Förderpunkte im Überblick:

  • 20 % Arbeitnehmersparzulage auf förderfähige Einzahlungen in Aktienfonds
  • Förderung bis maximal 400 Euro VL-Einzahlung pro Jahr
  • Maximal 80 Euro Förderung pro Jahr
  • Einkommensgrenze: 40.000 Euro für Ledige
  • Einkommensgrenze: 80.000 Euro für Ehepaare

Die Zulage wird nicht automatisch monatlich ausgezahlt. Sie ist jährlich im Rahmen der Steuererklärung zu beantragen. Ob ein Anspruch besteht, hängt von den persönlichen Voraussetzungen ab. Das ist keine steuerliche Beratung, sondern eine sachliche Einordnung der im Input genannten Regeln.

Wie lange läuft ein VL-FondsDepot?

VL-Verträge sind auf eine längere Laufzeit ausgelegt. Laut bereitgestelltem Input wird üblicherweise 6 Jahre lang in den VL-Vertrag eingezahlt. Danach folgt eine Wartefrist von einem Jahr. Nach Ablauf dieser Zeit kann über das angesparte Geld verfügt werden.

Diese Struktur ist für Anleger wichtig, weil VL-Fondssparen nicht für kurzfristige Liquiditätsziele gedacht ist. Wer heute einen VL-Vertrag abschließt, sollte wissen, dass die Anlage typischerweise über mehrere Jahre gebunden ist, wenn die Förderung nicht gefährdet werden soll.

Phase Bedeutung
Einzahlungsphase In der Regel 6 Jahre regelmäßige VL-Zahlungen über den Arbeitgeber
Wartefrist In der Regel 1 weiteres Jahr ohne neue VL-Einzahlung in diesen Vertrag
Verfügbarkeit Nach Ablauf der Sperrfrist kann über das angesparte Kapital verfügt werden

Gerade beim VL-Fondssparen kann es sinnvoll sein, nach Ablauf der Sperrfrist nicht automatisch zu verkaufen. Je nach Marktlage, persönlichem Ziel und Depotstrategie kann auch ein Weiterhalten der Fondsanteile sinnvoll sein.

Was kostet ein VL-Fondsdepot bei comdirect?

Die Kosten sind ein besonders wichtiger Punkt, weil VL-Beträge meist relativ klein sind. Gerade bei kleinen monatlichen Sparraten fallen feste Entgelte stärker ins Gewicht als bei großen Depotvolumen. Beim comdirect VL-FondsDepot werden laut Input Kosten von der FNZ Bank erhoben, da das VL-FondsDepot dort geführt wird.

Die im Input genannten Kosten lauten:

Kostenpunkt Kondition laut Input
Depotführung 12 Euro Depotentgelt p. a. bis 31.12.2025
Depotführung ab 01.01.2026 18 Euro Depotentgelt p. a.
Sparplanausführung Fonds 50 % Rabatt auf den regulären Kaufaufschlag der Fondsgesellschaft bei Fonds-Sparplänen
Sparplanausführung ETF-Indexfonds Pauschales Transaktionsentgelt von 0,2 % auf ETF-Sparpläne

Diese Kosten sollten Anleger unbedingt vor Abschluss prüfen. Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen Depotentgelt, Kaufaufschlag, Transaktionsentgelt und laufenden Produktkosten. Eine Förderung kann attraktiv sein, dennoch sollten die Gesamtkosten immer in die Entscheidung einbezogen werden.

Welche Chancen bietet ein VL-FondsDepot?

Ein VL-FondsDepot kann interessant sein, weil Arbeitgeberleistung, mögliche staatliche Förderung und Kapitalmarktchancen miteinander kombiniert werden. Wer ohnehin Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen hat, kann diese über ein VL-FondsDepot für den langfristigen Vermögensaufbau nutzen.

Zu den wichtigsten Chancen gehören:

  • Vermögensaufbau mit regelmäßigen Arbeitgeberzahlungen
  • mögliche Arbeitnehmersparzulage von bis zu 20 %
  • Renditechancen durch Fonds- oder ETF-Anlage
  • breite Auswahl an VL-fähigen Fonds und ETFs
  • langfristige Struktur durch feste VL-Laufzeit

Besonders attraktiv ist das Modell für Arbeitnehmer, die sonst keine oder nur geringe regelmäßige Wertpapierinvestitionen tätigen würden. VL kann ein Einstieg in langfristiges Fondssparen sein.

Welche Risiken sollten Anleger kennen?

Ein VL-FondsDepot ist keine sichere Geldanlage im Sinne eines garantierten Rückzahlungsbetrags. Fonds und ETFs können im Wert schwanken. Gerade Aktienfonds bieten zwar langfristige Renditechancen, können aber auch deutliche Verluste erleiden. Diese Risiken sollten vor Abschluss verstanden werden.

Zu den wichtigsten Risiken gehören:

  • Kursschwankungen der ausgewählten Fonds oder ETFs
  • mögliche Verluste bis hin zu erheblichen Kapitalverlusten
  • Kosten wie Ausgabeaufschläge, Ausführungsentgelte und Verwaltungsvergütungen
  • mögliche Währungsschwankungen bei internationalen Anlagen
  • langfristige Bindung an einen Fonds, da ein Fondswechsel laut Input nicht möglich ist

Gerade die lange Laufzeit kann Chance und Risiko zugleich sein. Sie hilft, kurzfristige Schwankungen besser einzuordnen, bedeutet aber auch, dass der gewählte Fonds über Jahre relevant bleibt.

Wie richte ich einen VL-Sparplan bei comdirect ein?

Die Einrichtung erfolgt laut Input vollständig online und ist nur für comdirect Kunden möglich. Im Prozess gelangen Anleger automatisch auf den Depoteröffnungsantrag der FNZ Bank. Danach wird der Antrag online ausgefüllt und die Identität bestätigt.

Der Ablauf lässt sich so zusammenfassen:

  1. comdirect Kunde sein oder zunächst die Kundenvoraussetzungen erfüllen
  2. VL-FondsDepot eröffnen
  3. Fonds-Favoriten auswählen
  4. Automatisch zum FNZ Bank Depoteröffnungsantrag wechseln
  5. Antrag online ausfüllen
  6. Legitimation per VideoIdent oder PostIdent durchführen
  7. Nach erfolgreicher Identitätsfeststellung wird der Antrag an die FNZ Bank übermittelt

Nach Einrichtung erhalten Anleger von der FNZ Bank alle Begrüßungsunterlagen. Besonders wichtig ist das Schreiben für den Arbeitgeber, denn darin stehen die Bankverbindung und Vertragsnummer, damit die vermögenswirksamen Leistungen korrekt überwiesen werden können.

Was muss ich meinem Arbeitgeber geben?

Damit die VL-Zahlungen starten können, benötigt der Arbeitgeber die Vertragsinformationen. Diese werden nach Einrichtung des VL-FondsDepots von der FNZ Bank bereitgestellt. Ohne diese Angaben kann der Arbeitgeber die monatlichen vermögenswirksamen Leistungen nicht korrekt zuordnen.

Typischerweise benötigt der Arbeitgeber:

  • Bankverbindung des VL-Vertrags
  • Vertragsnummer oder Referenznummer
  • gegebenenfalls weitere Angaben aus dem Arbeitgeberschreiben

Praktisch wichtig ist, dass diese Unterlagen zeitnah an die Personalabteilung oder Lohnbuchhaltung weitergegeben werden. Erst dann können die VL-Zahlungen regelmäßig in den Vertrag fließen.

Kann ich selbst in den VL-Vertrag einzahlen?

Beim VL-Sparen ist entscheidend, dass die Zahlungen grundsätzlich über den Arbeitgeber erfolgen. Auch wenn Sie selbst zusätzlich sparen möchten, wird der Eigenanteil in der Praxis über den Arbeitgeber abgewickelt. Der Arbeitgeber kann den gewünschten Eigenanteil vom Gehalt einbehalten und zusammen mit den VL-Zahlungen in den Vertrag überweisen.

Das ist besonders dann relevant, wenn der Arbeitgeber weniger als den gewünschten Sparbetrag zahlt oder gar keine eigenen VL-Zahlungen leistet. Auch dann kann es möglich sein, einen Teil des eigenen Gehalts über den Arbeitgeber in einen VL-Vertrag einzahlen zu lassen.

Für Anleger bedeutet das:

  • Direkte private Überweisungen in den VL-Vertrag sind regelmäßig nicht der Standardweg
  • Ein Eigenanteil kann über den Arbeitgeber abgewickelt werden
  • Die Förderfähigkeit hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen ab
  • Die Abstimmung mit der Lohnbuchhaltung ist wichtig

Wer unsicher ist, sollte vor Abschluss mit dem Arbeitgeber klären, wie VL-Zahlungen im Unternehmen technisch abgewickelt werden.

Was passiert bei einem Jobwechsel?

Ein Jobwechsel ist bei VL-Verträgen ein häufiger Praxisfall. Wenn der bisherige Arbeitgeber keine Zahlungen mehr leistet, muss geklärt werden, ob der neue Arbeitgeber die vermögenswirksamen Leistungen weiter in den bestehenden Vertrag einzahlt. Häufig ist eine Weiterführung möglich, sofern der neue Arbeitgeber VL-Zahlungen anbietet oder bereit ist, einen Eigenanteil des Arbeitnehmers weiterzuleiten.

Bei einem Jobwechsel sollten Anleger insbesondere diese Punkte prüfen:

  • Zahlt der neue Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen?
  • Kann der bestehende VL-Vertrag weiter genutzt werden?
  • Welche Unterlagen benötigt die neue Lohnbuchhaltung?
  • Soll ein Eigenanteil weitergeführt werden?

Wichtig ist, den VL-Vertrag nicht vorschnell zu kündigen. Eine vorzeitige Auflösung kann Nachteile haben, insbesondere wenn Förderungen oder Sperrfristen betroffen sind.

Kann ich einen VL-Fondssparplan vorzeitig beenden?

Ein VL-Vertrag kann grundsätzlich vorzeitig beendet werden. Allerdings kann dies Nachteile haben. Bei einer vorzeitigen Auflösung können Kosten, geringere Erträge oder der Verlust beziehungsweise die Rückzahlung staatlicher Förderung relevant werden. Der Input nennt Ausnahmen, in denen eine vorzeitige Verfügung ohne Rückzahlung der Arbeitnehmersparzulage möglich sein kann, etwa bei Heirat, Selbstständigkeit, längerer Arbeitslosigkeit oder schwerer Arbeitsunfähigkeit.

Vor einer vorzeitigen Beendigung sollten Anleger deshalb prüfen:

  • ob die Sperrfrist bereits abgelaufen ist
  • ob eine erhaltene Arbeitnehmersparzulage betroffen ist
  • ob ein Ruhenlassen des Vertrags sinnvoller sein kann
  • welche Kosten oder Nachteile bei Kündigung entstehen

Gerade bei Fondsanlagen kommt hinzu, dass ein ungünstiger Verkaufszeitpunkt zu realisierten Verlusten führen kann. Deshalb sollte eine vorzeitige Beendigung nicht nur formal, sondern auch wirtschaftlich überlegt werden.

Wie unterscheidet sich ein normaler Fondssparplan von einem VL-Fondssparplan?

Ein normaler Fondssparplan und ein VL-Fondssparplan wirken auf den ersten Blick ähnlich, weil beide regelmäßig in Fonds investieren. Der Unterschied liegt jedoch in der Herkunft der Zahlungen, der Förderung, der Laufzeitlogik und der Produktauswahl.

Merkmal Normaler Fondssparplan VL-Fondssparplan
Einzahlung Privat vom eigenen Konto Über den Arbeitgeber
Förderung Keine Arbeitnehmersparzulage Bis zu 20 % Arbeitnehmersparzulage möglich
Laufzeit Flexibel gestaltbar Typisch 6 Jahre Einzahlung plus 1 Jahr Wartefrist
Fondsauswahl Sparplanfähige Fonds des Anbieters VL-fähige Fonds oder ETFs
Ziel freier Vermögensaufbau geförderter Vermögensaufbau mit VL

Diese Unterschiede sind wichtig, weil ein VL-Fondssparplan nicht einfach ein normaler Sparplan mit anderem Namen ist. Er folgt einer eigenen Förder- und Vertragslogik.

PROfinance-Alternative: VL-Depot bei der FFB

Neben dem comdirect VL-FondsDepot kann für Selbstentscheider auch eine Alternative über PROfinance interessant sein: das VL-Depot bei der FFB. Dieses Modell ist besonders kostenseitig attraktiv, weil das Depot selbst kostenlos ist und nur der VL-Vertrag berechnet wird.

Die von PROfinance genannte Alternative lässt sich sachlich so einordnen:

  • kostenloses VL-Depot bei der FFB
  • nur 12 Euro pro Jahr für den VL-Vertrag
  • keine Depotgebühren
  • keine Transaktionsgebühren
  • keine Abschlussgebühren
  • kein Ausgabeaufschlag

Gerade bei VL-Sparplänen können Kosten besonders stark ins Gewicht fallen, weil die monatlichen Beträge häufig niedrig sind. Deshalb lohnt sich der Vergleich der Kostenstruktur. Das FFB VL-Depot über PROfinance kann eine sachliche Alternative sein, wenn Anleger Wert auf ein möglichst kostengünstiges VL-Modell legen und ihre Fondsauswahl eigenständig treffen möchten.

PROfinance-Hinweis: Für wen ist die FFB-Alternative interessant?

Die PROfinance-Alternative ist vor allem für Anleger interessant, die vermögenswirksame Leistungen in Fonds investieren möchten, aber gleichzeitig auf Kosten achten. Da VL-Verträge oft über sieben Jahre laufen, können jährliche Entgelte, Ausgabeaufschläge und Transaktionskosten langfristig eine spürbare Rolle spielen.

Besonders relevant kann die Alternative sein für:

  • Selbstentscheider, die keine Anlageberatung wünschen
  • Arbeitnehmer mit VL-Anspruch
  • Anleger, die Arbeitnehmersparzulage nutzen möchten
  • Personen, die ein kostenarmes VL-Modell bevorzugen
  • Anleger, die Ausgabeaufschläge und Transaktionskosten vermeiden möchten

Wichtig ist auch hier: PROfinance bietet keine Anlageberatung. Anleger wählen Fonds eigenständig aus und sollten prüfen, ob Fonds, Risiko, Laufzeit und persönliche Situation zusammenpassen.

So wechseln Sie mit Ihrem comdirect Depot zu PROfinance (3 Schritte)

Wenn Sie bereits ein comdirect Depot besitzen, müssen Sie in der Regel kein neues Depot eröffnen. In vielen Fällen genügt ein kostenfreier Betreuer- bzw. Vermittlerwechsel. Ihr Depot bleibt bestehen – ohne neue Depotnummer, ohne Depotumzug und ohne Verkaufszwang für bestehende Fondspositionen.

Der Wechsel ist vor allem für Selbstentscheider interessant, die ihre Fonds weiterhin eigenständig auswählen, aber ihre Konditionen verbessern möchten.

So funktioniert der Wechsel in 3 Schritten:
1. Kostenfreien Vermittler-/Betreuerwechsel beantragen
2. comdirect Depot und Wertpapiere bleiben unverändert bestehen; PROfinance wird als neuer Vermittler hinterlegt
3. Nach erfolgreicher Zuordnung gelten die PROfinance-Sonderkonditionen, zum Beispiel 0 % Ausgabeaufschlag, Treueprämie und Bonusprogramm

So funktioniert der Wechsel: Vermittlerwechsel zu PROfinance für comdirect

So eröffnen Sie ein comdirect Depot über PROfinance

Wenn Sie noch kein comdirect Depot besitzen, können Sie die Depoteröffnung auch direkt über PROfinance starten. Der Ablauf ist online ausgerichtet und führt Schritt für Schritt durch die wichtigsten Angaben.

Der Vorteil: Wenn das Depot über PROfinance eröffnet wird, können die PROfinance-Sonderkonditionen von Beginn an berücksichtigt werden. Das ist besonders relevant, wenn Sie den Fondssparplan langfristig nutzen und Ausgabeaufschläge sowie laufende Rückvergütungen im Blick behalten möchten.

So läuft die Depoteröffnung ab:
1. Online zur Depoteröffnung wechseln: comdirect Depot über PROfinance eröffnen
2. Depotform auswählen, zum Beispiel Einzeldepot oder Gemeinschaftsdepot, und persönliche sowie steuerliche Angaben eintragen
3. Legitimation durchführen, zum Beispiel per VideoIdent oder einem vergleichbaren Verfahren, und Einrichtung des Depots abwarten

Nach erfolgreicher Eröffnung können Anleger – je nach Fonds und Depotkonstellation – von 0 % Ausgabeaufschlag, Treueprämie beziehungsweise Fonds-Cashback und dem PROfinance Bonusprogramm profitieren.

Wichtig ist dabei die Einordnung: PROfinance bietet keine Anlageberatung. Das Modell richtet sich an Selbstentscheider, die Fonds eigenständig auswählen und dabei Wert auf günstige Konditionen legen.

Typische Fehler beim VL-Fondssparen

VL-Fondssparen wirkt auf den ersten Blick unkompliziert, weil Arbeitgeberleistung und mögliche Förderung attraktiv klingen. Dennoch gibt es typische Fehler, die Anleger vermeiden sollten. Häufig entstehen diese nicht durch den Vertrag selbst, sondern durch unvollständige Planung.

Typische Fehler sind:

  • VL-Leistungen des Arbeitgebers werden gar nicht genutzt
  • die Förderberechtigung wird nicht geprüft
  • Kosten des VL-Depots werden unterschätzt
  • der Fonds wird ausgewählt, ohne das Risiko zu verstehen
  • die langfristige Sperrfrist wird übersehen
  • die Unterlagen werden dem Arbeitgeber nicht rechtzeitig gegeben

Wer diese Punkte vorab klärt, richtet den VL-Sparplan nicht nur formal korrekt, sondern auch wirtschaftlich sinnvoller ein.

Tipp: VL nicht nur als Zuschuss sehen, sondern als langfristigen Baustein

Viele Arbeitnehmer betrachten VL nur als kleinen Arbeitgeberzuschuss. Sinnvoller ist es, VL als langfristigen Baustein für den Vermögensaufbau zu sehen. Gerade in Verbindung mit einer möglichen Arbeitnehmersparzulage kann aus kleinen monatlichen Beträgen über mehrere Jahre ein relevanter Startbetrag entstehen.

Vor Abschluss sollte deshalb geprüft werden, welche VL-Leistung der Arbeitgeber zahlt, ob eine staatliche Förderung möglich ist, welche Kosten das Depot verursacht und welcher Fonds zur persönlichen Risikobereitschaft passt. So wird aus einer formalen Arbeitgeberleistung ein bewusst genutztes Anlageinstrument.

Fazit: VL-Sparplan bei comdirect prüfen und Kosten bewusst vergleichen

Ein VL-Sparplan bei comdirect kann eine sinnvolle Möglichkeit sein, vermögenswirksame Leistungen in Fonds oder ETFs zu investieren. Das Modell kombiniert Arbeitgeberzahlungen, mögliche staatliche Förderung und Kapitalmarktchancen. Besonders attraktiv ist die mögliche Arbeitnehmersparzulage von bis zu 20 % auf förderfähige Einzahlungen in Aktienfonds bis maximal 400 Euro pro Jahr.

Gleichzeitig sollten Anleger die Besonderheiten genau verstehen. Das VL-FondsDepot wird bei der FNZ Bank geführt, comdirect tritt als Anlagevermittler auf. Es fallen Kosten an, unter anderem ein Depotentgelt sowie je nach Produkt Kaufaufschläge oder Transaktionsentgelte. Zusätzlich bestehen bei Fonds und ETFs marktbedingte Risiken.

Besonders wichtig ist der Kostenvergleich. Gerade weil VL-Beträge oft klein sind, wirken sich Depotentgelte, Ausgabeaufschläge und Ausführungsentgelte stärker aus. Die PROfinance-Alternative mit dem VL-Depot bei der FFB kann deshalb interessant sein, wenn ein kostenarmes Modell mit 12 Euro pro Jahr für den VL-Vertrag, ohne Depotgebühren, ohne Transaktionsgebühren, ohne Abschlussgebühren und ohne Ausgabeaufschlag gesucht wird.

Unterm Strich gilt: Wer vermögenswirksame Leistungen erhält, sollte sie nicht ungenutzt lassen. Entscheidend ist aber, den passenden Anbieter, die richtige Kostenstruktur und einen geeigneten VL-fähigen Fonds bewusst auszuwählen.

FAQ: VL-Sparplan und VL-FondsDepot bei comdirect ausführlich erklärt

Was ist ein VL-FondsDepot?
Ein VL-FondsDepot ist ein spezielles Depot für vermögenswirksame Leistungen. Die Einzahlungen erfolgen über den Arbeitgeber und werden in VL-fähige Fonds oder ETFs investiert. Es unterscheidet sich von einem normalen Depot dadurch, dass es auf VL-Zahlungen, mögliche Arbeitnehmersparzulage und eine mehrjährige Vertragsstruktur ausgerichtet ist.

Wie richte ich einen VL-Sparplan bei comdirect ein?
Laut bereitgestelltem Input erfolgt die Einrichtung online und ist für comdirect Kunden möglich. Sie wählen das VL-FondsDepot aus, gelangen zum Depoteröffnungsantrag der FNZ Bank, füllen den Antrag online aus und legitimieren sich per VideoIdent oder PostIdent. Nach erfolgreicher Einrichtung erhalten Sie Unterlagen für den Arbeitgeber, damit dieser die VL-Zahlungen korrekt überweisen kann.

Wer führt das VL-FondsDepot bei comdirect?
Das VL-FondsDepot wird laut Input bei der FNZ Bank geführt. comdirect tritt dabei als Anlagevermittler auf. Das ist wichtig für die Einordnung, weil Kosten, Depotführung und Unterlagen in diesem Modell über die FNZ Bank laufen.

Was kostet ein VL-Fondsdepot bei comdirect?
Laut Input erhebt die FNZ Bank für das VL-FondsDepot ein Depotentgelt von 12 Euro pro Jahr bis 31.12.2025 und 18 Euro pro Jahr ab 01.01.2026. Bei Fonds-Sparplänen gibt es 50 % Rabatt auf den regulären Kaufaufschlag der Fondsgesellschaft, bei ETF-Indexfonds wird ein pauschales Transaktionsentgelt von 0,2 % genannt. Zusätzlich können Produktkosten relevant sein.

Welche Förderung gibt es beim VL-Fondssparen?
Beim VL-Fondssparen mit Aktienfonds kann eine Arbeitnehmersparzulage von bis zu 20 % möglich sein. Gefördert werden Einzahlungen bis maximal 400 Euro pro Jahr, sodass eine maximale Förderung von 80 Euro pro Jahr entstehen kann. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Einkommensgrenzen eingehalten werden.

Welche Einkommensgrenzen gelten für die Arbeitnehmersparzulage?
Im bereitgestellten Input werden Einkommensgrenzen von 40.000 Euro zu versteuerndem Einkommen für Ledige und 80.000 Euro für Ehepaare genannt. Ob im Einzelfall ein Anspruch besteht, hängt von den persönlichen steuerlichen Verhältnissen ab. Diese Hinweise ersetzen keine steuerliche Beratung.

Kann ich VL auch nutzen, wenn ich keine Arbeitnehmersparzulage bekomme?
Ja. Auch ohne Zulagenberechtigung kann es sinnvoll sein, die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers anzunehmen und in einen VL-Sparplan einzuzahlen. Dann entfällt zwar die staatliche Förderung, aber die Arbeitgeberleistung kann weiterhin zum Vermögensaufbau genutzt werden.

Wie lange läuft ein VL-Fondssparplan?
Üblicherweise wird 6 Jahre lang eingezahlt, anschließend folgt eine Wartefrist von 1 Jahr. Nach Ablauf dieser Zeit kann über das angesparte Geld verfügt werden. Diese Struktur macht VL-Fondssparen eher zu einem mittel- bis langfristigen Baustein und nicht zu einer kurzfristigen Liquiditätsanlage.

Kann ich den Fonds während der Laufzeit wechseln?
Laut bereitgestelltem Input ist ein Fondswechsel während der Laufzeit nicht möglich. Anleger können den alten Fonds jedoch unter Beachtung der Sperrzeiten ruhen lassen und in einen neuen Vertrag mit einem anderen Fonds investieren. Deshalb ist die Fondsauswahl zu Beginn besonders wichtig.

Welche Risiken gibt es beim VL-FondsDepot?
Fonds und ETFs können im Wert schwanken. Dadurch sind Verluste möglich. Zusätzlich können Kosten wie Ausgabeaufschläge, Ausführungsentgelte und Verwaltungsvergütungen die Rendite belasten. Bei internationalen Fonds können außerdem Währungsschwankungen eine Rolle spielen.

Was ist die PROfinance-Alternative zum comdirect VL-FondsDepot?
Über PROfinance kann als Alternative ein VL-Depot bei der FFB interessant sein. Dieses ist laut Vorgabe kostenlos; nur der VL-Vertrag kostet 12 Euro pro Jahr. Zusätzlich fallen keine Transaktionsgebühren, keine Depotgebühren, keine Abschlussgebühren und kein Ausgabeaufschlag an. Gerade bei kleinen VL-Sparraten kann diese Kostenstruktur attraktiv sein.

Für wen lohnt sich ein VL-Fondssparplan?
Ein VL-Fondssparplan kann sich besonders für Arbeitnehmer lohnen, die vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber erhalten und einen mittel- bis langfristigen Vermögensaufbau anstreben. Besonders interessant wird das Modell, wenn zusätzlich Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage besteht. Gleichzeitig sollten Anleger die Risiken von Fondsanlagen und die Kostenstruktur beachten.

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Bekannt aus

Logo der ARD – PROfinance im TV-Beitrag als unabhängiger Fondsvermittler mit Rückvergütung, Bonusprogramm und digitaler Depotführung vorgestellt
Logo der Berliner Morgenpost – Bericht über PROfinance als faire Vermittlungsplattform für Fonds mit digitalen Services und Verzicht auf Ausgabeaufschläge
Logo des SPIEGEL – PROfinance als unabhängiger Fondsvermittler mit Fokus auf Rückvergütung und Transparenz im Medienbericht thematisiert
Logo des Magazins FOCUS – PROfinance als transparente Alternative in der Fondsvermittlung mit digitalem Zugang und Kostenvorteilen im Pressespiegel erwähnt
Logo des Handelsblatts – PROfinance im Wirtschaftspressespiegel als Fondsvermittler mit fairer Rückvergütung und ohne Ausgabeaufschlag erwähnt
Logo von rbb24 – Medienbeitrag über PROfinance als unabhängiger Fondsvermittler mit transparenter Rückvergütung und kundenorientiertem Service
Logo der Süddeutschen Zeitung – PROfinance als fairer Fondsvermittler mit Rückvergütungsmodell im unabhängigen Pressespiegel erwähnt
Logo des Tagesspiegels – Berichterstattung über PROfinance als fairen Fondsvermittler mit Rückvergütung und digitalem Service für Selbstentscheider
Logo der WELT – PROfinance in der Presse als Anbieter für transparente Fondsabwicklung und Rückvergütung erwähnt
Logo der WirtschaftsWoche – PROfinance als positives Beispiel für kosteneffiziente Fondsvermittlung in unabhängigen Medien vorgestellt
ZDF-Logo – Bezug auf Frontal21-Beitrag, in dem PROfinance als positives Beispiel für transparente und faire Fondsvermittlung vorgestellt wurde
Logo der Berliner Zeitung – PROfinance im Fokus als fondsvermittelnde Plattform mit Rückvergütung, digitalem Zugang und Einsatz für Verbraucherschutz