BNP Paribas Funds – Russia Equity und Parvest Equity Russia werden aufgelöst – Tipps für Anleger
Die Fondsgesellschaft BNP Paribas Asset Management hat angekündigt, zwei Fonds mit Russland-Schwerpunkt zum 04.05.2026 zu liquidieren. Betroffen sind der BNP Paribas Funds – Russia Equity sowie der Parvest Equity Russia.
Eine Fondsliquidation bedeutet, dass der Fonds vollständig aufgelöst wird. Das vorhandene Fondsvermögen wird veräußert und der Liquidationserlös einschließlich aufgelaufener Erträge anteilig an die Anleger ausgezahlt.
Wesentliche Eckdaten der Liquidation
✔ Liquidationsdatum: 04.05.2026
✔ Betroffene Fonds: Russland-Aktienfonds der BNP Paribas Asset Management
✔ Handel über FFB: Kauf und Rückgabe nicht mehr möglich
✔ Auszahlung: Liquidationserlös wird automatisch gutgeschrieben
Die Auszahlung erfolgt auf das hinterlegte Referenzkonto bzw. bei einem FFB FondsdepotPlus auf das Abwicklungskonto des Depots.
Betroffene Fonds und ISINs
| Fondsname | WKN | ISIN |
|---|---|---|
| BNP Paribas Funds – Russia Equity C | A1T8Z2 | LU0823431720 |
| Parvest Equity Russia D | A1T8Z3 | LU0823432025 |
Hintergrund der Fondsliquidation
Der betroffene Teilfonds investierte überwiegend in russische Aktien. Seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und den darauf folgenden internationalen Sanktionen ist der Handel mit vielen russischen Wertpapieren stark eingeschränkt oder vollständig ausgesetzt.
Die Bewertung und Veräußerung großer Teile des Portfolios war daher über längere Zeit nicht möglich. Aufgrund der fehlenden Perspektiven für eine Wiederaufnahme normaler Marktbedingungen hat sich die Fondsgesellschaft entschieden, den Fonds endgültig zu liquidieren.
Was bedeutet die Liquidation für Anleger?
Anleger müssen grundsätzlich nicht aktiv werden. Die Anteile werden zum Liquidationsdatum automatisch aufgelöst. Der Liquidationserlös wird anschließend anteilig an die Anleger ausgezahlt.
Der endgültige Auszahlungsbetrag kann sich vom zuletzt veröffentlichten Nettoinventarwert unterscheiden, da er auf Basis der tatsächlich realisierten Vermögenswerte berechnet wird.
Was passiert mit Sparplänen oder VL-Verträgen?
Bestehende Sparpläne – auch vermögenswirksame Leistungen (VL) – auf die betroffenen Fonds werden im Zuge der Liquidation automatisch eingestellt. Anleger mit entsprechenden Sparplänen werden von ihrer Depotbank informiert.
Sollte der Fonds Bestandteil eines Modellportfolios gewesen sein, wird dieses Portfolio durch die Liquidation ungültig und muss entsprechend angepasst werden.
Einordnung: Warum Fonds liquidiert werden
Fondsliquidationen können verschiedene Ursachen haben. Häufige Gründe sind beispielsweise ein dauerhaft niedriges Fondsvolumen, regulatorische Veränderungen oder – wie im vorliegenden Fall – außergewöhnliche Marktbedingungen.
Wenn Märkte langfristig nicht mehr handelbar oder bewertbar sind, kann eine Liquidation für Anleger die wirtschaftlich sinnvollste Lösung darstellen.
Liquidation als Anlass für einen Konditionencheck – Depot mit PROfinance optimieren
Wenn Fonds aufgrund einer Liquidation ohnehin überprüft werden, lohnt sich auch ein Blick auf die laufenden Depotkonditionen.
Führen Sie Ihr Depot bei einer unserer Partnerbanken – z. B. FFB, FNZ/ebase, Fondsdepot Bank, DAB BNP Paribas oder comdirect – können Sie per kostenfreiem Vermittlerwechsel zu PROfinance wechseln.
✔ Bis zu 99 % Rückvergütung der Bestandsprovision
✔ 100 % Rabatt auf Ausgabeaufschläge
✔ Treueprämie ab 10.000 € Depotvolumen
✔ Bonusprogramm ab 50.000 € – allein oder im Team
✔ Depot bleibt bestehen – keine Neu-Eröffnung notwendig
Tipp: Fondsliquidation als Chance nutzen
Eine Fondsliquidation ist ein sinnvoller Zeitpunkt, um nicht nur die Wiederanlage zu prüfen, sondern auch die Depotstruktur und laufenden Kosten zu optimieren: Jetzt Fonds-Konditionen prüfen.
Fazit: Russland-Fonds von BNP Paribas werden endgültig aufgelöst
Die Liquidation der beiden Russland-Aktienfonds zum 04.05.2026 ist eine direkte Folge der anhaltenden geopolitischen Situation und der eingeschränkten Handelbarkeit russischer Wertpapiere. Anleger erhalten den Liquidationserlös automatisch ausgezahlt und sollten anschließend prüfen, wie das Kapital künftig investiert werden soll.
FAQ – Häufige Fragen zur Liquidation der BNP Russland-Fonds
Was ist eine Fondsliquidation?
Bei einer Fondsliquidation wird ein Investmentfonds vollständig aufgelöst. Die Fondsgesellschaft verkauft schrittweise alle Vermögenswerte des Fonds – zum Beispiel Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere – und verteilt den Erlös anschließend anteilig an die Anleger. Nach Abschluss der Liquidation existiert der Fonds nicht mehr. Anleger erhalten den Liquidationserlös, der sich aus dem realisierten Fondsvermögen abzüglich möglicher Transaktionskosten ergibt.
Für Anleger erfolgt die Auszahlung in der Regel automatisch über die depotführende Bank. Steuerlich wird eine Fondsliquidation häufig ähnlich behandelt wie ein Verkauf der Fondsanteile.
Warum werden die BNP Russland-Fonds liquidiert?
Die Fonds investierten überwiegend in russische Aktien. Seit dem Ukraine-Krieg und den internationalen Sanktionen ist der Handel mit vielen russischen Wertpapieren stark eingeschränkt oder vollständig ausgesetzt. Dadurch konnten Vermögenswerte des Fonds über längere Zeit nicht mehr bewertet oder verkauft werden. Aus diesem Grund hat die Fondsgesellschaft beschlossen, den Fonds endgültig zu liquidieren.
Welche Fonds und ISINs sind konkret betroffen?
Betroffen sind zwei Anteilklassen aus Russland-Aktienfonds von BNP Paribas Asset Management:
✔ BNP Paribas Funds – Russia Equity C – ISIN LU0823431720
✔ Parvest Equity Russia D – ISIN LU0823432025
Wann erfolgt die Liquidation?
Die Liquidation des Teilfonds erfolgt mit Wirkung zum 04. Mai 2026. An diesem Tag wird der Liquidationswert auf Basis der realisierten Vermögenswerte berechnet.
Müssen Anleger etwas unternehmen?
Nein. Anleger müssen in der Regel nichts aktiv veranlassen. Die Fondsanteile werden automatisch aufgelöst und der Liquidationserlös wird anschließend auf das hinterlegte Referenzkonto oder Abwicklungskonto ausgezahlt.
Kann ich meine Fondsanteile noch verkaufen?
Nein. Laut Mitteilung ist der Handel mit diesen Fonds bereits ausgesetzt. Über Plattformen wie die FFB können Anteile derzeit weder gekauft noch zurückgegeben werden.
Wie hoch wird der Liquidationserlös sein?
Der endgültige Liquidationserlös hängt davon ab, welche Vermögenswerte des Fonds noch realisiert werden können. Da ein Teil des Portfolios aus illiquiden russischen Wertpapieren besteht, kann der endgültige Auszahlungsbetrag vom zuletzt veröffentlichten Nettoinventarwert abweichen.
Wann erfolgt die Auszahlung an Anleger?
Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss der Liquidation automatisch. Ein Teil des Fondsvermögens kann möglicherweise erst später realisiert werden, sodass auch spätere Nachzahlungen möglich sein können.
Was passiert mit Sparplänen oder VL-Verträgen?
Bestehende Sparpläne – auch VL-Sparpläne – auf die betroffenen Fonds werden im Zuge der Liquidation automatisch beendet. Anleger werden von ihrer Depotbank entsprechend informiert.
Ist die Auszahlung steuerpflichtig?
Die Liquidation eines Fonds kann steuerliche Auswirkungen haben, da sie steuerlich ähnlich wie ein Verkauf von Fondsanteilen behandelt werden kann. Ob und in welcher Höhe Steuern anfallen, hängt von der individuellen steuerlichen Situation des Anlegers ab.
Was sollten Anleger nach der Liquidation tun?
Nach der Auszahlung des Liquidationserlöses sollten Anleger prüfen, wie sie das frei gewordene Kapital künftig investieren möchten. Gerade bei internationalen Aktienfonds lohnt sich ein Blick auf alternative Regionen oder global diversifizierte Fonds.