BVV-Sitzung vom 18.02.2026: Deutliche Kritik am Vorgehen der Adler Group
In der Debatte um den Steglitzer Kreisel hat Alexander Kräß (Grüne) in der BVV-Sitzung vom 18.02.2026 eine der klarsten Einschätzungen abgegeben.
Im Zentrum seiner Kritik stehen:
- das Schreiben der Adler Group von Januar 2026 an die Käufer
- die jahrelange Entwicklung des Projekts
- der politische Umgang mit dem Stillstand
Der zentrale Punkt: „Wink mit dem Zaunpfahl“
Kräß bewertete das Schreiben der Adler Group deutlich: ein „Wink mit dem Zaunpfahl“
Seine Schlussfolgerung:
- Es gehe offenbar nicht mehr primär um die Fertigstellung der Wohnungen
- sondern um Umplanung und Weiterverkauf
Eine Einschätzung, die den Kern der aktuellen Entwicklung trifft.
Acht Jahre Baustelle – und kein Fortschritt
Kräß verwies auf die Fakten:
- jahrelanger Stillstand
- mehrere Eigentümerwechsel
- Versuche, Verträge mit Käufern aufzuheben
Seine Bewertung: „kein Projektmanagement, sondern Kalkül“
Eine der deutlichsten politischen Einordnungen in der BVV-Debatte.
Kritik an der politischen Debatte
Neben der Analyse des Projekts übte Kräß auch Kritik an der politischen Diskussion:
- Konstruktive Vorschläge würden teilweise zerredet
- oder ins Lächerliche gezogen
- ohne dass tragfähige Alternativen folgen
Ein Hinweis auf ein strukturelles Problem der politischen Auseinandersetzung.
Auch der Senat steht in der Kritik
Besonders deutlich wurde Kräß beim Blick auf die Landesebene:
- Trotz vorhandener Möglichkeiten sei nicht gehandelt worden
- Der Stillstand sei daher nicht nur ein Verwaltungsproblem
- sondern auch eine politische Entscheidung des Nicht-Handelns
Würdigung: Klare Analyse und deutliche Position
Im Vergleich zur BVV-Debatte fällt auf:
- Kräß benennt die Entwicklung klar
- er stellt die richtigen politischen Fragen
- er ordnet das Verhalten der Adler Group deutlich ein
Seine Einschätzung gehört zu den präzisesten Beiträgen der Sitzung.
Doch jetzt beginnt die entscheidende Phase
So klar die Analyse ist – sie führt zu einer neuen Erwartung:
Was folgt daraus konkret?
Denn:
- Die Probleme sind bekannt
- Die Kritik ist formuliert
- Die politische Bewertung liegt vor
Jetzt geht es um Umsetzung.
Vom richtigen Befund zur politischen Wirkung
Die Situation verlangt:
- konkrete Initiativen
- politischen Druck auf Verwaltung und Senat
- sichtbare Fortschritte beim Projekt
Nicht nur Analyse – sondern Veränderung.
Ein neuer Maßstab: Ergebnisse statt Einordnung
Der Steglitzer Kreisel steht für:
- über 300 Wohnungen
- jahrelangen Stillstand
- wachsende öffentliche Kritik
Die Erwartungen an die Politik sind entsprechend hoch – und werden an Ergebnissen gemessen.
Fazit: Klare Worte – jetzt müssen Taten folgen
Der Auftritt von Alexander Kräß zeigt:
- Die Problemlage ist erkannt
- Die Kritik ist klar formuliert
Doch entscheidend ist: Wird daraus konkretes politisches Handeln?
Die zentrale Frage bleibt
Reicht es, von „Kalkül“ zu sprechen – oder gelingt es, dieses Kalkül politisch zu durchbrechen?
Die Grünen werden sich nun an ihren Ergebnissen messen lassen müssen.
Wer trägt politische Verantwortung? Diese Entscheidungsträger sind eingebunden
Der Fall Steglitzer Kreisel liegt längst auf den Tischen von Politik und Verwaltung.
In den aktuellen Prozess rund um das Bauprojekt und die Rolle der Adler Group sind folgende Mitglieder des Bezirksamts sowie Mandatsträgerinnen und Mandatsträger auf Bezirks- und Landesebene eingebunden (alphabetische Reihenfolge):
- Dr. Kristin Brinker (AfD)
- Peer Döhnert (AfD)
- Dr. Dennis Egginger-Gonzalez (Linke)
- Elif Eralp (Linke)
- Torsten Hippe (CDU)
- Alexander Kräß (Grüne)
- Carolyn Macmillan (SPD)
- Katrin Schmidberger (Grüne)
- Patrick Steinhoff (CDU)
Sie alle sind informiert – und stehen politisch in der Verantwortung.
FAQ: Alexander Kräß, Grüne und Steglitzer Kreisel
Wer ist Alexander Kräß?
Alexander Kräß ist Bezirksverordneter der Grünen in Steglitz-Zehlendorf.
Welche Position hat er zum Steglitzer Kreisel vertreten?
Er kritisiert das Vorgehen der Adler Group deutlich und sieht Hinweise darauf, dass es nicht primär um die Fertigstellung des Projekts geht.
Was meint er mit „Kalkül“?
Er bewertet die Entwicklung des Projekts nicht als bloßes Scheitern, sondern als möglicherweise strategisch gesteuerte Verzögerung.
Welche Rolle spielt das Schreiben der Adler Group?
Für Kräß ist es ein deutliches Signal dafür, dass sich die Zielsetzung des Projekts verändert hat.
Welche Kritik äußert er an der Politik?
Er kritisiert insbesondere den Umgang mit konstruktiven Vorschlägen und fehlende ernsthafte Lösungsansätze.
Welche Kritik richtet er an den Senat?
Dass trotz vorhandener Möglichkeiten keine Maßnahmen ergriffen wurden.
Was wird nun von den Grünen erwartet?
Dass sie ihre Analyse in konkrete politische Maßnahmen und sichtbare Ergebnisse umsetzen.