BVV-Rede vom 18.02.2026: Deutliche Kritik am Zustand des Projekts
In der Debatte um den Steglitzer Kreisel hat Carolyn Macmillan (SPD) in der BVV-Sitzung vom 18.02.2026 eine klare und differenzierte Position vertreten.
Sie beschrieb den Zustand des Projekts treffend:
- eine sichtbare Bauruine im Zentrum des Bezirks
- ein Symbol für Stillstand und wachsende Frustration
Zentraler Punkt: Der Widerspruch im System
Macmillan benannte einen entscheidenden Konflikt:
- Eine weiterhin bestehende Baugenehmigung
- gleichzeitig die Erklärung der Adler Group, nicht fertigstellen zu wollen
- sowie der Versuch, Käufer zum Rücktritt zu bewegen
Ein Widerspruch, der grundlegende rechtliche Fragen aufwirft.
Mehr als Technik: Es geht um Verbindlichkeit
Besonders hervorzuheben ist ihr Fokus:
Es geht nicht um einzelne Baumaßnahmen, sondern um die grundsätzliche Frage:
Wie verbindlich sind Planung, Genehmigung und Umsetzung?
Damit rückt sie den Steglitzer Kreisel in einen größeren Kontext:
Verlässlichkeit staatlicher und wirtschaftlicher Zusagen.
Ein politisches Symbol: Der Kreisel als Mahnmal
Macmillan beschrieb das Projekt als: „Mahnmal des Scheiterns“
Und machte deutlich: Die Symbolwirkung reicht weit über das Bauprojekt hinaus.
Sie betrifft auch den politischen Umgang mit Investoren.
Forderung nach Transparenz und Aktivität
Ein weiterer zentraler Punkt ihrer Rede:
Die Forderung nach:
- transparenter Prüfung juristischer Spielräume
- klarer Darstellung möglicher Maßnahmen
- mehr Aktivität seitens des Bezirksamts
Ziel: konkrete Lösungen statt bloßer Beschreibung der Probleme.
Die Faktenlage: Ein Projekt mit klarer Ausgangsbasis
Die Entwicklung des Projekts zeigt:
Bereits 2018 lag eine detaillierte und fortgeschriebene Bauplanung vor.
2019 befand sich das Projekt nachweislich in einer aktiven Bauphase:
- Rückbauarbeiten liefen
- Fassadenarbeiten waren geplant
- Rohbauarbeiten hatten begonnen
- der Bau des Parkhauses war terminiert
Das Projekt war real und konkret in Umsetzung.
Der Bruch: Stillstand statt Fertigstellung
Nach der Übernahme durch Consus und später die Adler Group änderte sich die Situation grundlegend:
- Baustillstand über Jahre
- kaum sichtbarer Fortschritt
- wiederholte Verschiebung von Fertigstellungsterminen
- Nachträge zulasten der Käufer
- zunehmender Druck auf Vertragsänderungen
Ein Muster aus Verzögerung und Täuschung.
Die zentrale Einordnung: Kein gewöhnlicher Projektverlauf
Die Gesamtschau legt nahe:
- Der Stillstand ist nicht allein durch äußere Umstände erklärbar
- sondern Ergebnis einer veränderten Projektlogik
- mit stärkerem Fokus auf wirtschaftliche Verwertung
Würdigung: Klare Analyse und richtige Fragen
Im Vergleich zur BVV-Debatte fällt auf:
- Macmillan benennt die zentralen Widersprüche klar
- sie fordert Transparenz und Konsequenzen
- sie stellt die richtigen Fragen zur politischen Verantwortung
Das macht ihre Position besonders relevant.
Doch jetzt beginnt die entscheidende Phase
So wichtig diese Analyse ist – sie führt zu einer neuen Erwartung:
Was folgt daraus konkret?
Denn:
- Die Probleme sind seit Jahren bekannt
- Die rechtlichen Fragen sind gestellt
- Die politischen Forderungen sind formuliert
Jetzt geht es um Umsetzung.
Vom richtigen Befund zur politischen Wirkung
Die Situation verlangt:
- konkrete Maßnahmen
- klare politische Initiativen
- sichtbare Ergebnisse
Nicht nur Analyse – sondern Wirkung.
Ein neuer Maßstab: Ergebnisse statt Worte
Der Steglitzer Kreisel ist kein abstraktes Thema:
- über 300 Wohnungen
- jahrelanger Stillstand
- erhebliche rechtliche Konflikte
Die Erwartungen an die Politik sind entsprechend hoch – und werden nun an konkreten Ergebnissen gemessen.
Fazit: Klare Position – jetzt zählt die Umsetzung
Der Auftritt von Carolyn Macmillan zeigt:
- Die Problemlage ist erkannt
- Die Kritik ist klar formuliert
Doch entscheidend ist:
Wird daraus politisches Handeln mit spürbaren Ergebnissen?
Die zentrale Frage bleibt
Reicht es, die richtigen Fragen zu stellen – oder gelingt es, daraus konkrete Lösungen zu entwickeln?
Die Berliner SPD wird sich an ihren Ergebnissen messen lassen müssen.
Wer trägt politische Verantwortung? Diese Entscheidungsträger sind eingebunden
Der Fall Steglitzer Kreisel liegt längst auf den Tischen von Politik und Verwaltung.
In den aktuellen Prozess rund um das Bauprojekt und die Rolle der Adler Group sind folgende Mitglieder des Bezirksamts sowie Mandatsträgerinnen und Mandatsträger auf Bezirks- und Landesebene eingebunden (alphabetische Reihenfolge):
- Dr. Kristin Brinker (AfD)
- Peer Döhnert (AfD)
- Dr. Dennis Egginger-Gonzalez (Linke)
- Elif Eralp (Linke)
- Torsten Hippe (CDU)
- Alexander Kräß (Grüne)
- Carolyn Macmillan (SPD)
- Katrin Schmidberger (Grüne)
- Patrick Steinhoff (CDU)
Sie alle sind informiert – und stehen politisch in der Verantwortung.
FAQ: Carolyn Macmillan, SPD und Steglitzer Kreisel
Wer ist Carolyn Macmillan?
Carolyn Macmillan ist Bezirksverordnete der SPD in Steglitz-Zehlendorf.
Welche Position hat sie zum Steglitzer Kreisel vertreten?
Sie kritisiert den Zustand des Projekts, fordert mehr Transparenz und stellt die Verbindlichkeit von Planung und Umsetzung infrage.
Was ist der zentrale Kritikpunkt ihrer Rede?
Der Widerspruch zwischen bestehender Baugenehmigung und dem Verhalten der Adler Group.
Warum ist ihre Einschätzung relevant?
Weil sie die rechtlichen und politischen Kernprobleme klar benennt und über technische Fragen hinausgeht.
Welche Forderungen stellt sie?
Mehr Aktivität des Bezirksamts, transparente Prüfung rechtlicher Möglichkeiten und konkrete politische Schritte.
Warum steht die SPD besonders in der Verantwortung?
Weil sie Teil der politischen Verantwortungsebene ist und Einfluss auf Verwaltung und Entscheidungen hat.
Was wird nun von der SPD erwartet?
Dass sie ihre Position in konkrete Maßnahmen und Ergebnisse umsetzt.