Offener Brief vom 26.02.2026 bleibt unbeantwortet
Der Streit um den Steglitzer Kreisel erreicht die nächste Eskalationsstufe.
Nach seiner umstrittenen Rede in der BVV vom 18.02.2026 wurde Torsten Hippe (CDU) – Bezirksverordneter, Fraktionsvorsitzender und Rechtsanwalt – direkt mit den zentralen Kritikpunkten konfrontiert.
Doch bis heute gilt: Keine Antwort.
Die Mail: Klare Fragen – klare Vorwürfe
Am 26.02.2026 wurde Hippe eine ausführliche E-Mail übermittelt.
Darin ging es um:
- seine Aussagen in der BVV
- seine rechtliche Bewertung des Falls
- seine Haltung zur Adler Group
- und seine Verantwortung als Bezirksverordneter
Die Kritik ist deutlich:
1. Er habe die rechtliche Lage unzureichend dargestellt
2. Er habe die Position der Adler Group übernommen
3. Er habe die Wirkung gerichtlicher Urteile relativiert
Der zentrale Vorwurf: Recht wird kleingeredet
Besonders im Fokus steht eine Aussage aus der BVV:
„Der Herr gewinnt respektabel und irgendwann siegt er sich tot. Und am Ende wird er nichts erreichen.“
Diese Bewertung stellt gerichtliche Erfolge als letztlich wirkungslos dar.
Genau das wird in der Mail scharf kritisiert.
Denn die bisherigen Verfahren zeigen:
- Vertragsverstöße wurden gerichtlich festgestellt
- Ein Rücktritt der Adler Group wurde als unzulässig bewertet
- Eine angebliche Unmöglichkeit der Fertigstellung wurde verneint
- Einwendungen des Konzerns wurden zurückgewiesen
Klartext: Recht wirkt – wenn es angewendet wird.
Hippe wusste Bescheid – reagiert aber nicht
Die Mail beschränkt sich nicht auf Kritik.
Sie enthält:
- konkrete Urteile
- einen Grundbuchauszug mit milliardenschwerer Grundschuld
- einen detaillierten Faktencheck zur BVV
Hippe wurde umfassend informiert.
Zusätzlich wurden ihm weitere Belege zur rechtlichen Bewertung der BVV-Position übermittelt – unter anderem über E-Mails an Bezirksstadtrat Patrick Steinhoff (CDU), Bezirksverordneten Dr. Dennis Egginger-Gonzalez (Linke) und Bezirksverordnete Carolyn Macmillan (SPD), in denen er in Kopie gesetzt war.
Die entscheidende Frage: Warum schweigt Torsten Hippe?
Ein Bezirksverordneter hat die Aufgabe:
- Bürgerinteressen zu vertreten
- Verwaltung zu kontrollieren
- politische Verantwortung zu übernehmen
Dazu gehört auch: auf konkrete Kritik zu reagieren.
Doch genau das passiert nicht.
Politisches Schweigen oder bewusste Strategie?
Das Ausbleiben einer Antwort wirft Fragen auf:
- Will Hippe die Debatte vermeiden?
- Gibt es keine überzeugende Antwort?
- Oder wird Kritik bewusst ignoriert?
Klar ist: Schweigen ist auch eine politische Haltung.
Der Vorwurf: Nähe zur Adler Group?
Die Mail kritisiert ausdrücklich:
1. Hippe habe wirtschaftliche Argumente der Adler Group übernommen
2. zentrale rechtliche Aspekte ausgeblendet
Diese Einschätzung steht im Raum – und bleibt bislang unbeantwortet.
Ein besonders brisanter Punkt: Die Milliardenstruktur
Teil der Mail ist auch der Hinweis auf:
- eine Grundschuld über 4,327 Milliarden Euro
- eingebettet in eine internationale Finanzstruktur
Die Kritik:
Im Mittelpunkt steht nicht der Bau – sondern die Absicherung von Kapital.
Auch dazu: keine Stellungnahme von Hippe.
Die zentrale Frage bleibt
Warum äußert sich Torsten Hippe nicht zu den konkreten Vorwürfen?
Der Fall ist längst öffentlich:
- Gerichte haben entschieden
- politische Fronten sind klar
- die Verwaltung sieht keine Handhabe
Und dennoch bleibt eine Antwort aus.
Und:
Wie will ein Bezirksverordneter seiner Verantwortung gerecht werden – wenn er auf konkrete Kritik schlicht nicht reagiert?
Fazit: Schweigen im politischen Konflikt
Der Steglitzer Kreisel ist längst ein Prüfstein:
- für Recht und dessen Durchsetzung
- für Verwaltung und ihre Grenzen
- und für Politik und ihre Verantwortung
Wer schweigt, trägt zur Klärung nichts bei.
Wer trägt politische Verantwortung? Diese Entscheidungsträger sind eingebunden
Der Fall Steglitzer Kreisel liegt längst auf den Tischen von Politik und Verwaltung.
In den aktuellen Prozess rund um das Bauprojekt und die Rolle der Adler Group sind folgende Mitglieder des Bezirksamts sowie Mandatsträgerinnen und Mandatsträger auf Bezirks- und Landesebene eingebunden (alphabetische Reihenfolge):
- Dr. Kristin Brinker (AfD)
- Peer Döhnert (AfD)
- Dr. Dennis Egginger-Gonzalez (Linke)
- Elif Eralp (Linke)
- Torsten Hippe (CDU)
- Alexander Kräß (Grüne)
- Carolyn Macmillan (SPD)
- Katrin Schmidberger (Grüne)
- Patrick Steinhoff (CDU)
Sie alle sind informiert – und stehen politisch in der Verantwortung.
FAQ: Torsten Hippe, Mail und politische Verantwortung
Warum steht Torsten Hippe in der Kritik?
Weil er in der BVV die Durchsetzbarkeit von Käuferrechten relativiert und vor politischen Eingriffen gewarnt hat.
Hat Torsten Hippe auf die Kritik reagiert?
Nein. Auf die E-Mail vom 26.02.2026 mit detaillierten Fragen und Vorwürfen liegt bislang keine Antwort vor.
Worum ging es in der E-Mail an Hippe?
Um seine Aussagen in der BVV, die rechtliche Bewertung des Projekts und seine Rolle als Bezirksverordneter.
Welche Vorwürfe werden erhoben?
Dass er die rechtliche Lage unzureichend dargestellt und die Position der Adler Group übernommen habe.
Welche Rolle spielt die Grundschuld von 4,3 Milliarden Euro?
Sie zeigt die starke finanzielle Absicherung internationaler Investoren und wird als Hinweis auf eine kapitalgetriebene Projektstruktur gewertet.
Warum ist das Schweigen politisch relevant?
Weil gewählte Vertreter verpflichtet sind, auf Kritik zu reagieren und Transparenz zu schaffen.
Was bedeutet das für den Fall Steglitzer Kreisel?
Das Ausbleiben einer Stellungnahme verstärkt den Eindruck eines ungelösten politischen Konflikts.