Welche Kosten Ihren FNZ-/ebase-Sparplan wirklich beeinflussen – und welche nicht
Wenn Sie jeden Monat 100, 200 oder 500 Euro in einen Fonds sparen, wirkt die einzelne Sparrate zunächst überschaubar. Gerade deshalb werden Kosten bei einem Sparplan leicht unterschätzt: Ein kleiner Abzug kann sich bei jeder Ausführung wiederholen, während andere Kosten nur für das Depot oder laufend innerhalb des Fonds anfallen. Viele Anleger konzentrieren sich zunächst auf die Höhe ihrer Sparrate. Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Frage, welche Kosten bei jeder Ausführung Ihres Sparplans entstehen können.
Für Sie ist deshalb nicht die Frage entscheidend, ob ein Sparplan „Gebühren hat“, sondern welche Kostenart an welcher Stelle entsteht. Bei einem FNZ-/ebase-Depot sollten Sie vor allem Ausgabeaufschlag beziehungsweise Kaufkondition, mögliche Transaktionsentgelte, Depotführungsentgelt, TER und laufende Fondskosten getrennt betrachten – und prüfen, welche dieser Positionen Sie durch Ihren Kauf- oder Vermittlungsweg tatsächlich beeinflussen können.
Welche Kosten können bei einem Fonds-Sparplan zusammenkommen?
Ein Sparplan besteht wirtschaftlich aus vielen einzelnen Käufen. Deshalb kann eine Kostenposition, die bei einer Einmalanlage nur einmal anfällt, bei regelmäßigen Sparraten immer wieder relevant werden; gleichzeitig laufen fondsinterne Kosten unabhängig davon weiter.
| Kostenart | Wo entsteht sie? | Bei jeder Sparrate relevant? | Können Sie sie beeinflussen? |
|---|---|---|---|
| Ausgabeaufschlag | beim Kauf klassischer Fondsanteile | je nach Fondskondition | häufig über die Kauf-/Vermittlungskondition |
| Transaktionsentgelt | bei der depotführenden Bank | abhängig von Produkt und Transaktion | nur teilweise; Preis- und Leistungsverzeichnis prüfen |
| Depotführungsentgelt | für die Depotführung | nicht pro Sparrate, sondern nach Depotmodell | abhängig von der konkreten Depotverbindung |
| TER / laufende Fondskosten | innerhalb des Fonds | laufend | durch die Fondsauswahl, nicht durch einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag |
| Bestandsprovision | kann Bestandteil laufender Fondsvergütungen sein | nicht als separater Kaufabzug | bei geeigneten Fonds kann eine Rückvergütung prüfbar sein |
Wenn Sie diese Ebenen auseinanderhalten, erkennen Sie schnell, warum ein günstiger Sparplan nicht allein an einer einzigen Zahl festgemacht werden sollte. Besonders wichtig ist die Trennung zwischen Kosten der einzelnen Sparplanausführung, Kosten des Depots und laufenden Kosten des Fonds. Auf einen Blick erkennen Sie so, welche Kosten beim Kauf entstehen und welche Ihren Fonds oder Ihr Depot über die gesamte Laufzeit begleiten.
Warum ist der Ausgabeaufschlag bei einem Sparplan besonders wichtig?
Ein regulärer Ausgabeaufschlag kann bei jeder Ausführung eines klassischen Fonds-Sparplans erneut anfallen. Wenn Sie monatlich investieren, betrifft die Kaufkondition also nicht nur den ersten Kauf, sondern potenziell zwölf Ausführungen pro Jahr und über viele Jahre hinweg sehr viele einzelne Käufe.
Genau deshalb lohnt sich vor Einrichtung oder Fortführung eines Sparplans die Frage, ob für Ihren konkreten Fonds und Ihre Anteilklasse ein reduzierter Ausgabeaufschlag oder 0 % Ausgabeaufschlag möglich sind. Wie Sie den Ausgabeaufschlag bei einem FNZ-/ebase-Fondskauf grundsätzlich vermeiden können, erfahren Sie in der Erklärung zu günstigeren Kaufkonditionen im FNZ-/ebase-Depot.
Beispiel: Was können 5 % Ausgabeaufschlag bei 200 Euro monatlicher Sparrate bedeuten?
Nehmen wir vereinfacht an, Sie zahlen monatlich insgesamt 200 Euro in einen klassischen Fonds ein und der reguläre Ausgabeaufschlag beträgt 5 % auf den Anteilwert. Dann werden nicht einfach 10 Euro vom Zahlbetrag abgezogen; bei dieser üblichen Rechenlogik entsprechen 200 Euro Gesamtaufwand einem Anteilwert von rund 190,48 Euro und einem Ausgabeaufschlag von rund 9,52 Euro.
| Vereinfachtes Beispiel | Mit 5 % Ausgabeaufschlag | Mit 0 % Ausgabeaufschlag |
|---|---|---|
| monatlicher Gesamtbetrag | 200,00 € | 200,00 € |
| davon für Fondsanteile | ca. 190,48 € | 200,00 € |
| Ausgabeaufschlag pro Monat | ca. 9,52 € | 0,00 € |
| Ausgabeaufschlag bei 12 Ausführungen | ca. 114,29 € | 0,00 € |
Bei unveränderter Sparrate könnten in diesem Beispiel innerhalb eines Jahres rund 114 Euro mehr für Fondsanteile zur Verfügung stehen, wenn für die konkrete Anteilklasse tatsächlich 0 % Ausgabeaufschlag gelten. Über mehrere Jahre wird sichtbar, warum wiederkehrende Kaufkosten für Sparplan-Anleger wirtschaftlich relevanter sein können, als der Betrag einer einzelnen Ausführung vermuten lässt. Gerade weil ein Fonds-Sparplan regelmäßig ausgeführt wird, lohnt sich der Blick auf wiederkehrende Kaufkosten besonders: Schon kleine Unterschiede können sich über viele Jahre zu einem spürbaren Betrag summieren.
Die Rechnung ist bewusst vereinfacht und keine Renditeberechnung. Sie zeigt ausschließlich den Effekt des Ausgabeaufschlags; Wertentwicklung, Steuern, Depotentgelte, mögliche Transaktionskosten sowie laufende Fondskosten sind darin nicht berücksichtigt.
Bedeutet 0 % Ausgabeaufschlag, dass Ihr Sparplan kostenlos ist?
Nein. 0 % Ausgabeaufschlag beseitigt genau diese Kaufkostenposition, aber nicht automatisch alle anderen Kosten Ihres Fonds-Sparplans oder Depots. Wenn Sie wissen möchten, was die 0-%-Kondition für den tatsächlich investierten Betrag bedeutet, finden Sie dazu eine ausführliche Einordnung mit konkreten Rechenbeispielen.
Auch bei 0 % Ausgabeaufschlag können Depotführungsentgelte, bestimmte Transaktionsentgelte und die TER beziehungsweise laufenden Fondskosten bestehen bleiben. Die richtige Aussage lautet daher nicht „kostenloser Sparplan“, sondern: Eine bestimmte Kaufkostenposition kann entfallen, während andere Kosten getrennt geprüft werden müssen.
Fallen bei FNZ/ebase für jede Sparplanausführung Transaktionsentgelte an?
Das hängt vom Produkt und von Ihrer konkreten Depotverbindung ab. Im aktuell veröffentlichten Preis- und Leistungsverzeichnis für das ebase Depot weist die FNZ Bank online beauftragte Transaktionen für klassische Fonds – ausgenommen ETFs und Dimensional Fonds – ohne zusätzliches Transaktionsentgelt aus; für ETFs und Dimensional Fonds wird dagegen ein gesondertes Transaktionsentgelt von 0,20 % des Transaktionsvolumens genannt.
Für einen klassischen Fonds-Sparplan sollten Sie deshalb Ausgabeaufschlag und bankseitiges Transaktionsentgelt nicht miteinander verwechseln. Bei einem ETF-Sparplan kann die Kostenlogik wiederum anders aussehen, sodass Sie vor der Einrichtung immer das aktuell für Ihre Depotverbindung geltende Preis- und Leistungsverzeichnis und die konkrete Produktkondition prüfen sollten.
Beispiel: Was bedeuten 0,20 % Transaktionsentgelt bei einer ETF-Sparrate?
Bei einer monatlichen Sparrate von 200 Euro entsprechen 0,20 % rechnerisch 0,40 Euro pro Ausführung. Bei zwölf gleich hohen Ausführungen wären das 4,80 Euro im Jahr – unabhängig davon, wie sich der ETF entwickelt.
Dieses Beispiel zeigt zugleich, warum Sie einen klassischen Fonds-Sparplan und einen ETF-Sparplan kostenmäßig nicht einfach gleichsetzen sollten. Entscheidend ist immer, welches Produkt Sie besparen, welche Anteilklasse beziehungsweise ISIN betroffen ist und welche Bankkonditionen für Ihre Depotverbindung gelten. Der Vergleich macht deutlich, dass Sie Kauf- und Transaktionskosten immer passend zum konkreten Produkt prüfen sollten, statt von einer einheitlichen Sparplangebühr auszugehen.
Welche Rolle spielt das Depotführungsentgelt?
Das Depotführungsentgelt ist keine Gebühr, die bei jeder monatlichen Sparrate erneut vom Anlagebetrag abgezogen wird. Es gehört zur Depotebene und richtet sich bei FNZ/ebase nach der konkreten Depot- beziehungsweise Preismodellkonstellation; deshalb wäre eine einzige pauschale Eurozahl für alle bestehenden ebase-Depots irreführend.
Wenn Sie Ihre gesamten Kosten einschätzen möchten, sollten Sie das Depotentgelt trotzdem mitrechnen, denn es fällt unabhängig davon an, ob Sie einmalig kaufen oder regelmäßig sparen. Einen breiteren Überblick darüber, wie Depotentgelt, Kaufkosten und laufende Fondskosten zusammenwirken, finden Sie bei den FNZ-/ebase-Depotkosten für Selbstentscheider.
Was bedeutet die TER für Ihren Sparplan?
Die TER beschreibt bestimmte laufende Kosten innerhalb des Fonds und wird nicht als separate Rechnung für jede Sparrate von Ihrem Konto abgebucht. Sie wirkt vielmehr fortlaufend im Fondsvermögen und ist deshalb eine andere Kostenebene als der Ausgabeaufschlag oder ein bankseitiges Transaktionsentgelt.
Für Ihre Entscheidung bedeutet das: Ein Fonds mit 0 % Ausgabeaufschlag kann weiterhin laufende Fondskosten haben, und ein Fonds mit niedriger TER kann trotzdem einen Ausgabeaufschlag besitzen. Wenn Sie diese beiden Zahlen getrennt lesen, vermeiden Sie einen der häufigsten Kostenfehler bei Sparplänen; die TER und laufenden Fondskosten erklären wir deshalb separat.
Kann Fonds-Cashback bei einem bestehenden Sparplan zusätzlich relevant sein?
Ja, bei geeigneten Fonds kann neben günstigen Kaufkonditionen auch Fonds-Cashback beziehungsweise eine Treueprämie relevant sein. Dabei geht es nicht um die einzelne Sparplanausführung, sondern um eine mögliche Rückvergütung aus einer vorhandenen Bestandsprovision während der Haltedauer; ob und in welcher Höhe das möglich ist, hängt vom konkreten Fonds, der Anteilklasse und den geltenden Voraussetzungen ab.
Deshalb sollten Sie Ausgabeaufschlag und Cashback nicht gegeneinander austauschen: 0 % Ausgabeaufschlag setzt beim Kauf an, Fonds-Cashback kann bei geeigneten Beständen später auf einer anderen Kostenebene wirken. Wenn Sie diese laufende Vergütungslogik genauer verstehen möchten, können Sie sich ansehen, wie Fonds-Cashback grundsätzlich funktioniert.
Was sollten Sie bei einem bereits laufenden FNZ-/ebase-Sparplan prüfen?
Wenn Ihr Sparplan schon seit Jahren läuft, müssen Sie ihn nicht allein wegen einer Kostenfrage vorschnell verändern. Sinnvoller ist es, zuerst die ISIN oder WKN, die aktuelle Sparrate, die Kaufabrechnungen und Ihre Depotkonditionen anzusehen und daraus abzuleiten, welche Kosten tatsächlich anfallen.
Gerade bei älteren Depot- und Vermittlerkonstellationen kann sich ein Blick auf die hinterlegten Fondskonditionen lohnen. Wenn Sie Ihr bestehendes FNZ-/ebase-Depot behalten möchten, kann außerdem die Frage relevant werden, ob ein Betreuer- beziehungsweise Vermittlerwechsel zu PROfinance für Ihre Ausgangslage in Betracht kommt; ein solcher Wechsel ist von einer Änderung Ihrer Fondsanlage zu trennen.
Welche Vorteile können Sie über PROfinance für Ihren Fonds-Sparplan prüfen?
PROfinance richtet sich an Selbstentscheider, die ihre Fonds selbst auswählen und ihre Kauf- und Vermittlungskonditionen wirtschaftlich prüfen möchten. Dabei geht es nicht darum, Ihnen einen bestimmten Fonds oder eine Sparrate zu empfehlen, sondern darum, transparent zu zeigen, welche Konditionen für Ihren konkreten Fonds beziehungsweise Bestand möglich sind.
- 0 % Ausgabeaufschlag – damit Sie prüfen können, ob bei Ihren künftigen Sparplanausführungen unnötige Kaufkosten vermieden werden können.
- Fonds-Cashback / Treueprämie – damit Sie bei geeigneten Fonds zusätzlich prüfen können, ob eine Rückvergütung aus Bestandsprovisionen möglich ist.
- Bonusprogramm – als weiterer möglicher Vorteil, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.
- Fonds-Check – damit Sie nicht mit allgemeinen Aussagen arbeiten, sondern die konkrete Anteilklasse und Kondition Ihres Fonds prüfen.
- Persönlicher Support – wenn Sie organisatorische Fragen zu Ihrem bestehenden FNZ-/ebase-Depot, einem Vermittlerwechsel oder der Konditionsprüfung haben.
Die Fondsentscheidung und die Höhe Ihrer Sparrate bleiben dabei vollständig bei Ihnen. PROfinance übernimmt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung, sondern unterstützt Selbstentscheider bei Fondskonditionen und organisatorischen Fragen rund um die Vermittlung.
Wie prüfen Sie die Kosten Ihres Sparplans in fünf Schritten?
Sie brauchen dafür keine komplizierte Gesamtkostenrechnung. Wenn Sie die Kostenebenen nacheinander prüfen, sehen Sie meist schnell, an welcher Stelle tatsächlich Handlungsbedarf besteht und welche Position lediglich zu Ihrem Fonds oder Depot gehört.
- Fonds und Anteilklasse feststellen: ISIN oder WKN notieren, nicht nur den Fondsnamen.
- Kaufkondition prüfen: Welcher Ausgabeaufschlag gilt für die konkrete Sparplanausführung?
- Bankkosten prüfen: Gilt für Produkt und Depotmodell ein Transaktions- oder Depotentgelt?
- Laufende Fondskosten getrennt lesen: TER und weitere fondsinterne Kosten nicht mit Kaufkosten vermischen.
- Zusätzliche Vorteile prüfen: Bei geeigneten Fonds können 0 % Ausgabeaufschlag und gegebenenfalls Fonds-Cashback getrennt relevant sein.
So erhalten Sie einen realistischen Überblick, ohne aus einer einzelnen Prozentzahl vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Vor allem wissen Sie danach, welche Kosten bei jeder Sparrate wirken, welche nur auf Depotebene anfallen und welche Sie über die Fondskondition beeinflussen können. Damit können Sie Ihre nächste Sparplanausführung auf Basis Ihrer tatsächlichen Konditionen beurteilen und müssen sich nicht auf pauschale Gebührenaussagen verlassen.
Welche typischen Fehler sollten Sie bei Sparplan-Kosten vermeiden?
Viele Missverständnisse entstehen nicht durch komplizierte Gebühren, sondern dadurch, dass unterschiedliche Kostenarten miteinander vermischt werden. Wenn Sie Ihren Sparplan prüfen, sollten Sie deshalb besonders auf die folgenden Punkte achten.
- 0 % Ausgabeaufschlag nicht mit einem insgesamt kostenlosen Sparplan verwechseln.
- Ausgabeaufschlag und Transaktionsentgelt nicht gleichsetzen.
- TER und laufende Fondskosten nicht als separate monatliche Bankgebühr verstehen.
- Depotführungsentgelt nicht auf jede einzelne Sparrate umdeuten.
- Fonds-Cashback nicht als garantierte Rückzahlung für jeden Fonds ansehen.
- Konditionen nicht nur nach dem Fondsnamen beurteilen, sondern ISIN beziehungsweise WKN prüfen.
- Klassische Fonds-Sparpläne und ETF-Sparpläne nicht pauschal kostenmäßig gleichsetzen.
- Sparplankosten nicht mit laufenden Fondskosten verwechseln.
- Ausgabeaufschlag nicht automatisch bei jedem Sparplan voraussetzen, sondern die konkrete Anteilklasse prüfen.
- Depotkosten immer getrennt von Kaufkosten und laufenden Fondskosten betrachten.
Damit vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen. Vor allem vermeiden Sie, einen Sparplan nur wegen einer niedrigen TER oder nur wegen 0 % Ausgabeaufschlag als insgesamt günstig einzustufen, obwohl andere Kostenebenen noch gar nicht geprüft wurden.
Fazit: Bei einem FNZ-/ebase-Fonds-Sparplan zählt nicht eine Gebühr, sondern das Zusammenspiel der Kosten
Wenn Sie regelmäßig in einen Fonds sparen, sollten Sie Ausgabeaufschlag, mögliche Transaktionsentgelte, Depotführungsentgelt und laufende Fondskosten getrennt betrachten. Besonders der Ausgabeaufschlag kann bei wiederkehrenden Käufen relevant sein, weil er – sofern er anfällt – bei jeder Sparplanausführung erneut einen Teil des Anlagebetrags beanspruchen kann.
Für einen klassischen Fonds kann eine günstige Vermittlungskondition deshalb einen spürbaren Unterschied machen: Im vereinfachten Beispiel mit 200 Euro monatlich und 5 % regulärem Ausgabeaufschlag stehen bei 0 % innerhalb eines Jahres rund 114 Euro zusätzlich für Fondsanteile zur Verfügung. Das macht den Fonds nicht kostenlos, zeigt aber sehr konkret, warum sich die Prüfung der Kaufkondition vor oder während eines langfristigen Sparplans lohnt.
Wenn Sie bereits ein FNZ-/ebase-Depot besitzen, beginnen Sie am besten mit Ihrer ISIN oder WKN und der tatsächlichen Kaufabrechnung. So prüfen Sie Ihre reale Situation statt mit allgemeinen Gebührenannahmen zu arbeiten – und können anschließend entscheiden, ob Ihre bestehenden Konditionen bereits passen oder ob eine günstigere Vermittlungskondition für künftige Sparraten interessant ist. Wer die verschiedenen Kostenarten seines Sparplans versteht, entscheidet damit nicht nur über den passenden Fonds, sondern kann auch einen wirtschaftlich sinnvollen Kaufweg bewusster beurteilen.
Für die Einordnung Ihres Sparplans lohnt es sich, die einzelnen Ebenen mit der gesamten Depotkostenstruktur abzugleichen. Der Überblick über die FNZ-/ebase-Depotkosten trennt Kaufkosten, Bankkosten und laufende Fondskosten; ergänzend sehen Sie, was 0 % Ausgabeaufschlag konkret für den investierten Betrag bedeutet.
Da ein Sparplan innerhalb eines bestehenden Depots läuft, kann auch die Vermittlungskonstellation relevant sein. Wenn Sie Ihr Depot behalten möchten, können Sie prüfen, wie sich ein bestehendes FNZ-/ebase-Depot mit besseren Fondskonditionen weiterführen lässt, ohne die Depotbank allein wegen der Konditionsseite zu wechseln.
Häufige Fragen zu Kosten bei FNZ-/ebase-Fonds-Sparplänen
Welche Kosten sollte ich bei einem FNZ-/ebase-Fonds-Sparplan zuerst prüfen?
Beginnen Sie mit der Kaufkondition Ihres konkreten Fonds und prüfen Sie, ob ein Ausgabeaufschlag anfällt. Danach sollten Sie mögliche bankseitige Transaktions- und Depotentgelte sowie TER und laufende Fondskosten getrennt betrachten, weil diese Kostenarten an unterschiedlichen Stellen entstehen.
Fällt bei jeder Sparrate ein Ausgabeaufschlag an?
Wenn für Ihren Fonds und Ihre Anteilklasse ein regulärer Ausgabeaufschlag gilt, kann dieser bei jeder einzelnen Sparplanausführung relevant sein. Gilt für die konkrete Kaufkondition 0 % Ausgabeaufschlag, entfällt diese Kostenposition für die betreffende Ausführung; maßgeblich ist immer die tatsächlich hinterlegte Kondition.
Was bedeuten 5 % Ausgabeaufschlag bei 200 Euro monatlich?
Bei einem Ausgabeaufschlag von 5 % auf den Anteilwert fließen bei 200 Euro Gesamtaufwand vereinfacht rund 190,48 Euro in Fondsanteile und rund 9,52 Euro in den Ausgabeaufschlag. Bei zwölf gleich hohen Ausführungen entspricht das rund 114,29 Euro Kaufkosten; die Rechnung dient nur zur Veranschaulichung und berücksichtigt keine weiteren Kosten oder Wertentwicklung.
Ist mein Sparplan bei 0 % Ausgabeaufschlag kostenlos?
Nein. 0 % Ausgabeaufschlag bedeutet nur, dass diese konkrete Kaufkostenposition entfällt. Depotentgelte, mögliche Transaktionskosten sowie TER und laufende Fondskosten können unabhängig davon weiter bestehen.
Fallen bei klassischen Fonds im ebase Depot Transaktionsentgelte an?
Nach dem aktuell veröffentlichten Preis- und Leistungsverzeichnis der FNZ Bank werden online beauftragte Transaktionen bei klassischen Fonds, ausgenommen ETFs und Dimensional Fonds, ohne zusätzliches Transaktionsentgelt ausgewiesen. Entscheidend bleibt jedoch das für Ihre konkrete Depotverbindung aktuell gültige Preis- und Leistungsverzeichnis.
Was kostet eine ETF-Sparplanausführung bei FNZ/ebase?
Im aktuellen ebase-Preis- und Leistungsverzeichnis nennt die FNZ Bank für ETFs ein Transaktionsentgelt von 0,20 % des Transaktionsvolumens. Bei 200 Euro wären das rechnerisch 0,40 Euro pro Ausführung; andere Kosten des ETFs oder Depots sind damit noch nicht berücksichtigt.
Ist das Depotführungsentgelt in meiner Sparrate enthalten?
Das Depotführungsentgelt gehört zur Depotebene und ist nicht dasselbe wie ein Abzug bei jeder einzelnen Sparrate. Wie hoch es ist und wie es abgerechnet wird, hängt von Ihrer konkreten FNZ-/ebase-Depot- und Preismodellkonstellation ab.
Ist die TER eine Sparplangebühr?
Nein. Die TER bildet bestimmte laufende Kosten innerhalb des Fonds ab und ist keine separate Gebühr, die die FNZ Bank bei jeder Sparplanausführung von Ihrer Rate abbucht. Sie sollte deshalb getrennt von Ausgabeaufschlag, Transaktionsentgelt und Depotentgelt betrachtet werden.
Kann ich bei einem bestehenden FNZ-/ebase-Sparplan Ausgabeaufschlag sparen?
Ob günstigere Kaufkonditionen möglich sind, hängt von Ihrem konkreten Fonds, der Anteilklasse und der Vermittlungskonstellation ab. Prüfen Sie deshalb ISIN oder WKN und die hinterlegte Kondition, bevor Sie Ihren bestehenden Sparplan allein aufgrund allgemeiner Aussagen verändern.
Muss ich für bessere Fondskonditionen ein neues Depot eröffnen?
Bei einem bestehenden FNZ-/ebase-Depot ist ein neues Depot nicht automatisch erforderlich. Je nach Ausgangslage kann ein reiner Betreuer- beziehungsweise Vermittlerwechsel ausreichen, während Depot und Fonds bei der FNZ Bank bestehen bleiben; die konkrete Kondition des Sparplans muss anschließend separat geprüft werden.
Kann Fonds-Cashback zusätzlich zu 0 % Ausgabeaufschlag möglich sein?
Grundsätzlich können beide Vorteile auf unterschiedlichen Kostenebenen relevant sein. 0 % Ausgabeaufschlag betrifft den Kauf, während Fonds-Cashback bei geeigneten Fonds aus einer vorhandenen Bestandsprovision entstehen kann; Fonds, Anteilklasse und Voraussetzungen müssen dafür konkret geprüft werden.
Warum sollte ich ISIN oder WKN statt nur den Fondsnamen prüfen?
Gleichnamige Fonds können unterschiedliche Anteilklassen und damit unterschiedliche Konditionen besitzen. Mit ISIN oder WKN lässt sich die konkrete Anteilklasse eindeutig identifizieren, sodass Sie Kaufkondition und mögliche Cashback-Voraussetzungen nicht auf Basis eines ähnlichen Fondsnamens beurteilen.
Sind klassische Fonds-Sparpläne und ETF-Sparpläne bei FNZ/ebase gleich teuer?
Nein, das lässt sich nicht pauschal sagen. Im aktuellen Preis- und Leistungsverzeichnis werden für ETFs gesonderte Transaktionsentgelte genannt, während online beauftragte Transaktionen klassischer Fonds grundsätzlich anders behandelt werden; zusätzlich unterscheiden sich die laufenden Produktkosten.
Sollte ich einen laufenden Sparplan wegen hoher Kosten sofort stoppen?
Nicht allein aufgrund einer einzelnen Kostenangabe. Prüfen Sie zuerst, welche Kosten tatsächlich anfallen, welche davon wiederkehrend sind und welche sich über eine andere Kauf- oder Vermittlungskondition beeinflussen lassen; eine Fondsentscheidung sollte nicht mit einer reinen Kostenprüfung verwechselt werden.
Ändern sich die Kosten meines Sparplans automatisch, wenn ich den Vermittler wechsle?
Nein. Ein Vermittlerwechsel und die einzelnen Kostenarten eines Sparplans sind unterschiedliche Themen. Welche Konditionen künftig gelten, richtet sich nach Ihrer konkreten Depot- und Vermittlerverbindung.
Berät PROfinance mich, welchen Fonds ich besparen soll?
Nein. PROfinance richtet sich an Selbstentscheider und gibt keine individuelle Anlageempfehlung für einen bestimmten Fonds oder eine bestimmte Sparrate. Unterstützt werden können Sie bei der Prüfung von Fondskonditionen und bei organisatorischen Fragen rund um Ihre bestehende Depot- und Vermittlungssituation.