So wechseln Sie den Vermittler – ohne Ihr Depot aufzugeben
Sie möchten den Fondsvermittler wechseln, aber Ihr bestehendes Fondsdepot genauso weiterführen wie bisher? Dann ist vor allem eines wichtig: Ein reiner Vermittlerwechsel ist kein Depotwechsel. Ihr Depot wird nicht übertragen, Ihre Fonds werden nicht verkauft und Sie benötigen keine neue Depotnummer.
Viele Anleger schieben einen Vermittlerwechsel auf, weil sie einen komplizierten Depotwechsel befürchten. Tatsächlich bleibt Ihr bestehendes Depot bei einem reinen Vermittlerwechsel erhalten.
Geändert werden ausschließlich der zugeordnete Fondsvermittler und die damit verbundenen vertriebsbezogenen Konditionen. Depotbank, Depot, Depotnummer, Fondsbestand, Sparpläne, Onlinezugang und bestehende Depoteinstellungen bleiben unverändert.
Der eigentliche Wechsel ist deshalb viel weniger einschneidend, als viele Anleger zunächst vermuten. Entscheidend ist, dass die bestehende Depotverbindung einen Vermittlerwechsel ermöglicht und die für diese Depotbank erforderlichen Angaben vollständig vorliegen. Wie der Vorgang konkret eingereicht wird, kann sich je nach Depotbank unterscheiden. Die grundlegende Logik bleibt jedoch gleich.
Vermittlerwechsel in Kurzform: Was passiert eigentlich?
Wenn Ihr Fondsdepot einem Vermittler zugeordnet ist, kann diese Vermittlerzuordnung bei einem reinen Vermittlerwechsel geändert werden. Die depotführende Bank bleibt dabei dieselbe. Auch die technische und vertragliche Depotverbindung wird nicht neu angelegt.
Das bedeutet für Sie:
- Ihr Depot bleibt bestehen.
- Ihre Depotnummer bleibt bestehen.
- Ihre Fonds bleiben im Depot.
- Ihre Sparpläne laufen weiter.
- Ihr Onlinezugang bleibt derselbe.
- Ihre bisherigen Depoteinstellungen bleiben erhalten.
- Geändert werden der Vermittler und die vertriebsbezogenen Konditionen.
Wenn Sie zunächst verstehen möchten, warum ein Vermittlerwechsel ohne neues Depot möglich ist, finden Sie die ausführliche Erklärung im Beitrag zum Vermittlerwechsel ohne Depotwechsel.
Die grundsätzliche Rollenverteilung zwischen Depotbank und Fondsvermittler finden Sie im Beitrag Vermittlerwechsel beim Fondsdepot.
Wenn Sie die Funktion Ihres bestehenden Depots vorab klären möchten, finden Sie die Grundlagen in Fondsdepot einfach erklärt.
Schritt 1: Klären Sie zuerst, was Sie wirklich ändern möchten
Der wichtigste erste Schritt ist die Frage: Möchten Sie nur den Fondsvermittler wechseln oder soll auch Ihre Depotbank wechseln?
Wenn Sie mit Ihrer Depotbank, Ihrem Onlinezugang und Ihrem bestehenden Depot zufrieden sind und lediglich einen anderen Vermittler oder bessere Fondskonditionen nutzen möchten, ist ein reiner Vermittlerwechsel der passende Vorgang.
Ein Depotübertrag ist dagegen etwas anderes: Dabei werden Fondsbestände tatsächlich auf eine andere Depotverbindung übertragen. Eine Depoteröffnung legt ein neues Depot an. Beides ist für einen reinen Vermittlerwechsel nicht erforderlich.
Viele Anleger sparen sich bereits an dieser Stelle unnötigen Aufwand, weil sie feststellen, dass sie für bessere Konditionen nicht automatisch ihr gesamtes Depot umziehen müssen. Wenn Sie Ihr Depot eigentlich behalten möchten, brauchen Sie häufig keinen Depotübertrag und auch kein neues Depot.
Schritt 2: Wählen Sie den neuen Fondsvermittler und verstehen Sie die künftigen Konditionen
Bevor der Wechsel veranlasst wird, sollten Sie wissen, welchem Fondsvermittler Ihr Depot künftig zugeordnet werden soll und welche vertriebsbezogenen Konditionen dort gelten.
Über PROfinance sind Fondskäufe mit 0 % Ausgabeaufschlag möglich. Je nach Fonds und Voraussetzungen können Sie zusätzlich von Fonds-Cashback beziehungsweise einer Treueprämie profitieren. Bei vielen Fonds ist außerdem eine Rückvergütung von bis zu 99 % der Bestandsprovision möglich, soweit die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.
Warum der Ausgabeaufschlag vom Kaufweg abhängt, erklärt der Beitrag Ausgabeaufschlag einfach erklärt. Wie Bestandsprovision und mögliche Rückvergütung zusammenhängen, lesen Sie bei der Bestandsprovision.
Einen Überblick über die möglichen Konditionen finden Sie auf der Seite zu den PROfinance-Fondskonditionen.
Wichtig bleibt: Der neue Vermittler verändert weder Ihren Fonds noch dessen Anlagestrategie oder laufende Fondskosten wie die TER. Verändert wird der Kauf- und Vermittlungsweg.
Schritt 3: Stellen Sie die Angaben zu Ihrem bestehenden Depot zusammen
Damit die Depotbank die bestehende Depotverbindung eindeutig zuordnen kann, werden die erforderlichen Depot- und Kundendaten benötigt. Welche Felder und Unterlagen konkret vorgesehen sind, hängt von der jeweiligen Depotbank und deren aktuellem Prozess ab.
Typischerweise geht es um Angaben, mit denen Ihr vorhandenes Depot eindeutig erkannt und der neue Vermittler hinterlegt werden kann. Bei einem Einzeldepot ist der Vorgang meist einfacher als bei besonderen Depotkonstellationen mit mehreren Depotinhabern oder gesetzlichen Vertretern.
Sie müssen dafür jedoch kein neues Depot eröffnen und auch keinen Depotübertrag vorbereiten. Sie müssen weder Ihre Fonds verkaufen noch Ihr Depot neu eröffnen. Die Angaben dienen nur dazu, die Vermittlerzuordnung Ihres bereits vorhandenen Depots zu ändern.
PROfinance unterstützt bei der organisatorischen Vorbereitung und bei Fragen dazu, welche Angaben für die jeweilige Depotbank erforderlich sind.
Schritt 4: Füllen Sie den Vermittlerwechsel-Auftrag vollständig aus
Im nächsten Schritt wird der für die betreffende Depotbank vorgesehene Vermittlerwechsel-Auftrag ausgefüllt. Dabei werden die bestehende Depotverbindung und der künftig zuständige Vermittler miteinander verknüpft.
Wichtig ist vor allem, dass die Angaben vollständig sind und alle erforderlichen Unterschriften vorliegen. Bei mehreren Depotinhabern oder Vertretungssituationen können zusätzliche Unterschriften erforderlich sein.
Der konkrete Formularname ist nicht bei jeder Depotbank identisch. Deshalb sollte immer der aktuell für Ihre Depotbank vorgesehene Auftrag verwendet werden und nicht irgendein älteres Formular aus einer allgemeinen Internetsuche. Ein vollständig ausgefüllter Auftrag hilft dabei, unnötige Rückfragen oder Verzögerungen zu vermeiden.
Schritt 5: Der Auftrag wird an die zuständige Stelle übermittelt
Ist der Auftrag vollständig, wird er über den für die jeweilige Depotbank vorgesehenen Weg eingereicht beziehungsweise weitergeleitet. Der Einreichungsweg kann sich je nach Depotbank unterscheiden.
Für Sie ist dabei entscheidend: Es werden keine Fonds übertragen und keine Depotpositionen bewegt. Während dieses Schrittes bleibt Ihr Depot unverändert bestehen. Die Depotbank erhält lediglich den Auftrag, die Vermittlerzuordnung der bestehenden Depotverbindung zu ändern.
Bei Fragen zur Abwicklung kann PROfinance unterstützen, ohne Ihre Anlageentscheidungen zu übernehmen. Sie bleiben Selbstentscheider und entscheiden weiterhin selbst, welche Fonds Sie kaufen, verkaufen oder besparen.
Schritt 6: Die Depotbank ändert die Vermittlerzuordnung
Nach Eingang und Bearbeitung des Auftrags wird die bestehende Depotverbindung dem neuen Fondsvermittler zugeordnet.
Genau hier liegt der Unterschied zum Depotwechsel: Es entsteht keine neue Depotverbindung. Ihr bisheriges Depot bleibt vollständig bestehen. Die Depotbank führt es weiter wie zuvor; lediglich die hinterlegte Vermittlerzuordnung wird geändert.
Das heißt konkret: Depotnummer, Fondsbestand, Sparpläne, Onlinezugang und Depoteinstellungen bleiben dieselben. Auch Ihre bisherige Anlagestrategie wird durch den Vermittlerwechsel nicht verändert.
Wie lange die Bearbeitung dauert, lässt sich depotbankübergreifend nicht seriös mit einer festen Frist angeben. Die Dauer hängt unter anderem von der jeweiligen Depotbank, der Vollständigkeit des Auftrags und der aktuellen Bearbeitung ab.
Schritt 7: Nutzen Sie die Konditionen Ihres neuen Vermittlers
Sobald die neue Vermittlerzuordnung wirksam ist, können Sie die Konditionen Ihres neuen Vermittlers nutzen – soweit sie für Ihren Fonds und Ihre Depotverbindung gelten.
Bei PROfinance können dazu insbesondere gehören:
- 0 % Ausgabeaufschlag bei Fondskäufen über PROfinance,
- Fonds-Cashback beziehungsweise Treueprämie bei passenden Fonds und Voraussetzungen,
- bis zu 99 % Rückvergütung der Bestandsprovision, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind,
- persönlicher Support bei Konditions-, Formular- und Abwicklungsfragen,
- das Bonusprogramm für zusätzliche Prämien.
Ihr Fonds selbst wird dadurch nicht „günstiger“ im Sinne einer veränderten TER. Wirtschaftliche Unterschiede entstehen dort, wo der Vermittlungsweg Einfluss auf Ausgabeaufschläge oder mögliche Rückvergütungen hat.
Bei welchen Depotbanken kann ein Vermittlerwechsel zu PROfinance möglich sein?
PROfinance arbeitet mit mehreren Depotbanken zusammen. Ein Vermittler- oder Betreuerwechsel kann unter anderem bei bestehenden Depotverbindungen bei comdirect, FFB / FIL Fondsbank, FNZ Bank / ebase, Fondsdepot Bank und DAB BNP Paribas möglich sein.
Der konkrete Formular- und Einreichungsweg richtet sich nach der jeweiligen Depotbank. Das Grundprinzip eines reinen Vermittlerwechsels bleibt jedoch dasselbe: Das bestehende Depot wird nicht verändert; geändert wird die Vermittlerzuordnung.
Wann ist statt eines Vermittlerwechsels ein anderer Weg nötig?
Nicht jeder Wechselwunsch erfordert denselben Weg. Entscheidend ist, was Sie tatsächlich ändern möchten. Ein Vermittlerwechsel ist der richtige Vorgang, wenn Sie Ihr bestehendes Depot bei derselben Depotbank weiterführen möchten und dort eine neue Vermittlerzuordnung möglich ist.
Ein anderer Weg ist erforderlich, wenn Sie beispielsweise tatsächlich zu einer anderen Depotbank wechseln möchten oder Ihre bestehende Depotverbindung keine passende Vermittlerzuordnung ermöglicht. Dann kann eine neue Depotverbindung oder ein Depotübertrag relevant werden.
Welche Grenzen und offenen Punkte dabei wichtig sind, erklärt der Beitrag Vermittlerwechsel: Nachteile und Grenzen.
Was kann PROfinance beim Ablauf des Vermittlerwechsels übernehmen?
PROfinance richtet sich an Anleger, die ihre Fonds selbst auswählen und keine Anlageberatung benötigen. Beim Vermittlerwechsel geht es deshalb nicht darum, Ihre Fondsentscheidungen zu verändern, sondern den organisatorischen Wechsel und die Konditionsseite einfacher zu machen. Viele Selbstentscheider möchten keine neue Depotbank, sondern einfach bessere Konditionen und einen persönlichen Ansprechpartner. Genau dabei unterstützt PROfinance.
PROfinance kann Sie dabei unterstützen,
- den passenden Wechselweg für Ihre bestehende Depotbank zu verstehen,
- die benötigten Angaben und Unterlagen zusammenzustellen,
- Fragen zu Formularen und Abwicklung zu klären,
- die künftig geltenden PROfinance-Konditionen nachzuvollziehen,
- Ihr bestehendes Depot ohne unnötigen Depotwechsel weiterzuführen.
Die Fondsauswahl bleibt vollständig bei Ihnen. Sie entscheiden weiterhin selbst über Käufe, Verkäufe und Sparpläne.
Wenn Sie vor dem Wechsel zusätzlich wissen möchten, welche Erfahrungen andere Anleger mit solchen Abläufen gemacht haben, hilft Ihnen der Beitrag zu Vermittlerwechsel-Erfahrungen dabei, Bewertungen sinnvoll zu lesen.
Welche Fehler machen Anleger beim Vermittlerwechsel besonders häufig?
Der eigentliche Vorgang ist überschaubar. Unnötiger Aufwand entsteht meist dann, wenn unterschiedliche Prozesse miteinander verwechselt werden.
Vermeiden Sie insbesondere diese Fehler:
- einen Depotübertrag starten, obwohl nur der Vermittler gewechselt werden soll,
- ein neues Depot eröffnen, obwohl das bestehende Depot weitergeführt werden kann,
- davon ausgehen, dass Fonds für den Wechsel verkauft werden müssen,
- alte oder nicht zur Depotbank passende Formulare verwenden,
- unvollständige Angaben oder fehlende Unterschriften einreichen,
- erwarten, dass der Vermittlerwechsel die TER oder Fondsstrategie verändert,
- annehmen, dass ein Vermittlerwechsel automatisch die laufenden Fondskosten senkt,
- Konditionsvorteile pauschal auf jeden Fonds übertragen.
Wenn Sie diese Punkte auseinanderhalten, bleibt der Vermittlerwechsel das, was er sein soll: eine Änderung des Vermittlers und der vertriebsbezogenen Konditionen – nicht Ihres Depots.
Fazit: Der Vermittlerwechsel ist ein Zuordnungswechsel, kein Depotumzug
Ein Vermittlerwechsel funktioniert in wenigen klaren Schritten: Sie klären Ihre Ausgangssituation, wählen den neuen Fondsvermittler, stellen die erforderlichen Angaben zusammen, veranlassen die neue Vermittlerzuordnung und warten auf die Bearbeitung durch die Depotbank.
Ihr bestehendes Fondsdepot bleibt dabei unverändert. Keine neue Depotnummer, kein Fondsverkauf, kein neuer Onlinezugang und keine neue Depotstruktur. Nach dem Wechsel ist lediglich ein anderer Vermittler hinterlegt und der dazugehörige Konditionsweg gilt für Ihre Depotverbindung.
Wer genau diesen Unterschied versteht, kann sein Depot behalten und gleichzeitig von einem wirtschaftlich günstigeren Kauf- und Vermittlungsweg profitieren, ohne einen unnötigen Depotwechsel auszulösen.
Häufige Fragen zum Ablauf eines Vermittlerwechsels
Wie funktioniert ein Vermittlerwechsel?
Sie wählen einen neuen Fondsvermittler, stellen die für Ihr bestehendes Depot benötigten Angaben zusammen und veranlassen die neue Vermittlerzuordnung über den für Ihre Depotbank vorgesehenen Weg. Nach der Bearbeitung bleibt Ihr Depot unverändert bestehen; geändert sind nur Vermittler und die Konditionen Ihres neuen Vermittlers.
Muss ich für den Vermittlerwechsel ein neues Depot eröffnen?
Nein. Bei einem reinen Vermittlerwechsel wird kein neues Depot eröffnet. Ihre bestehende Depotverbindung bleibt vollständig erhalten.
Was passiert mit meinen Fonds während des Vermittlerwechsels?
Ihre Fonds bleiben unverändert im bestehenden Depot. Für einen reinen Vermittlerwechsel ist kein Verkauf und kein Depotübertrag erforderlich.
Bleibt meine Depotnummer gleich?
Ja. Da das bestehende Depot nicht verändert wird, bleibt auch die Depotnummer unverändert.
Bleiben Sparpläne und Onlinezugang erhalten?
Ja. Sparpläne, Onlinezugang und bestehende Depoteinstellungen bleiben bei einem reinen Vermittlerwechsel unverändert.
Welche Unterlagen brauche ich für einen Vermittlerwechsel?
Das hängt von der jeweiligen Depotbank und der Depotkonstellation ab. Benötigt werden die Angaben, mit denen das bestehende Depot und die neue Vermittlerzuordnung eindeutig erfasst werden können. PROfinance unterstützt bei der organisatorischen Vorbereitung.
Kann ich den Vermittlerwechsel selbst vorbereiten?
Ja. Wenn Sie Ihre Depotdaten bereithalten und wissen, welche Depotbank Ihr Depot führt, lässt sich der Wechsel in der Regel gut vorbereiten. PROfinance unterstützt Sie bei organisatorischen Fragen.
Wie lange dauert ein Vermittlerwechsel?
Eine feste depotbankübergreifende Bearbeitungsdauer lässt sich nicht seriös nennen. Entscheidend sind unter anderem die jeweilige Depotbank, vollständige Angaben und der aktuelle Bearbeitungsstand.
Wann gelten die neuen Konditionen?
Sie können die neuen Konditionen nutzen, sobald die Vermittlerzuordnung wirksam ist und die jeweilige Kondition für Ihren Fonds und Ihre Depotverbindung gilt.
Kann ich später noch einmal den Vermittler wechseln?
Grundsätzlich kann eine Vermittlerzuordnung erneut geändert werden, wenn die jeweilige Depotbank den entsprechenden Wechselweg anbietet und die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind.